Jubiläum fürs Spielmobil in Hamburg

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Um das Spielmobil zu verschönern, machen Kinder und Erzieher mit Foro: Neschki

Bunter Bauwagen ist seit 15 Jahren für Kinder in Glinde unterwegs

Von Mike Neschki
Hamburg. Seit 15 Jahren fährt ein alter Trecker durch Glinde und zieht einen bunten Bauwagen hinter sich her. Darauf steht groß „Spielmobil“ geschrieben, drin sind jede Menge Spielsachen.
Betreut wird das beliebte Gefährt von Dieter Busse-Trux (54). Er fährt von März bis Ende Oktober täglich von einem Platz in Glinde zum nächsten, um die Kinder zu bespaßen. Er ist Erzieher und eines von sechs Mitgliedern des „Teams für offene Kinder- und Jugendarbeit“ im Gutshaus in Glinde. Dieses gehört dem „Spinosa“ an. Im „Spinosa“ können sich Kinder und Jugendliche Erlebnisräume schaffen und sie nach individuellen Interessen und Bedürfnissen gestalten.
Neben Stationen auf dem Glinder Marktplatz, in Olande, Gerhard-Hauptmann-Weg und an anderen Orten, finden in den Räumen im Untergeschoss des Gutshauses auch zweimal wöchentlich Indoor-Termine des Spielmobils statt. Außerdem macht das Mobil bei Kitas und Schulen in Glinde Station.
„Was gibt es Schöneres, als jeden Tag unbeschwert zu spielen und vor allem Kindern beim Spielen zuzusehen? Genau deswegen ist dieses Spielmobil wichtig. Sowohl für die Jugendlichen als auch für die Eltern. Denn ausgelastete Kinder sind glückliche Kinder, und glückliche Kinder sind liebe Kinder“, weiß Dieter Busse-Trux. Sozialpädagoge Carsten Helms (39), ist der Chef der Gruppe. Er erklärt, dass die Spielangebote nur als Anregungen konstruiert sind: „Die Kinder bestimmen, was läuft. Vieles wird mit ihnen vorher abgesprochen.“

Sport, Basteln oder gemeinsames Kochen

„Jeden Tag das Gleiche zu machen, ist kontraproduktiv,“ erzählte Busse-Trux. „Mal lassen wir mit Holz spielen, das nächste mal mit Perlen oder mit beidem, um beispielsweise Traumfänger zu basteln. Manchmal steht Sport im Vordergrund, dann bauen wir auch schon mal eine Hüpfburg auf, oder wir kochen gemeinsam, pressen Äpfel oder braten Kartoffelpuffer.“ Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
„Grundsätzlich muss mich aber jedes Kind fragen, ob es etwas aus dem Bauwagen nehmen darf. Da habe ich schon einen gewissen Überblick.“ Einmal wurde ein Einrad erst am nächsten Tag zurückgebracht. Dass es fehlte, war da noch gar nicht bemerkt worden. „Die Kinder sind ehrlich, da muss nicht sonderlich aufgepasst werden.“
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