Kampf den Schlaglöchern

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Das umfassende Sanierungsprogramm berücksichtigt auch die Wöhlerstraße

Von Britta Schmeis
Hamburg Der subjektive Eindruck vieler Hamburger mag ein anderer sein, doch die Stadt investiert in die Sanierung der Straßen mehr als je zuvor: 69 Millionen Euro waren es im Jahr 2013, im kommenden Jahr sollen es 72 Millionen Euro werden, teilte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) vergangene Woche mit. Seit 2011 seien bereits wichtige innerstädtische Straßen erneuert worden, im Norden und Osten der Stadt etwa die Billhorner Brückenstraße und der Ring 3 in Poppenbüttel sowie die Bramfelder Straße und die Bramfelder Chaussee. Insgesamt wurden 64 Kilometer Fahrbahn und damit 225 000 Quadratmeter Straße in Ordnung gebracht, betonte Horch. Das soll im kommenden Jahr so weiter gehen. „26 dringliche Maßnahmen haben wir bereits ermittelt, doch es wird noch wesentlich mehr passieren“, sagte Behördensprecherin Helma Krstanoski dem WochenBlatt. Auf der Liste der Behörde stehen beispielsweise in Billbrook die Borsigstraße/Wöhlerstraße bis zur Wöhlerbrücke. Dort ist eine Grundinstandsetzung inklusiver der Überplanung der Nebenfläche geplant. Gleiches gilt in Barmbek für die Bramfelder Straße, wo die Bushaltestellen Habichtstraße in Richtung Ohlsdorf und auch in Richtung Barmbek erneuert werden sollen, sowie in Fuhlsbüttel am Erdkampsweg an der Kreuzung Hummelsbüttler Landstraße Brombeerweg. An der Eiffestraße Nähe Grevenweg in Borgfelde wird nicht nur die Fahrbahn saniert, auch Rad- und Fußweg sollen ausgebessert werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Nach den Sielbauarbeiten am Heidenkampsweg (Anckelmannsplatz/Süderstraße) sind dort ebenfalls Sanierungen notwendig geworden. Im Zuge der Bauarbeiten der Busbeschleunigungsspur an der Hoheluftchaussee/Eppendorfer Weg muss auch dort die Fahrbahn erneuert werden. In Wandsbek an der Lesserstraße/Holzmühlenstraßen gilt es die Fahrbahn sowie die Nebenflächen instand zusetzen. Das soll den Plänen zufolge auch an der Rodig-
allee/Jenfelder Allee geschehen.
„Jahrzehnte ist zu wenig Geld in den Erhalt der Straßen gesteckt worden“, sagte die Behördensprecherin Krstanoski. Insbesondere jetzt nach den drei harten Wintern bestehe enormer Handlungsbedarf. „Es bringt aber nichts, die Schlaglöcher oberflächlich zu stopfen. Das ist schnell gemacht“, so Krstanoski. Ebenso schnell seien die aber auch bei widrigen Wetterbedingungen wieder geplatzt. Daher setzt Hamburg auf umfassende Sanierungsarbeiten. „Wo der Laie eine intakte Straße sieht, erkennt ein Experte potenzielle Schwachstellen“, sagte die Behördensprecherin.
Grundlage der Sanierungsmaßnahmen ist daher eine systematische Datenerhebung. „Bislang fuhren alle vier Jahre Messfahrzeuge die Hauptstraßen ab, um mögliche Mängel zu ermitteln“, erklärte Krstanoski. Künftig würden die Straßen alle zwei Jahre geprüft. Damit will Senator Horch auch den Werteverfall der Hamburger Straßen, Wege und Brücken stoppen. Dafür hat der Senat ebenfalls vergangene Woche eine so genannte systematische Erhaltungsstrategie beschlossen, zu der ein EDV-basiertes Erhaltungsmanagementsystem zählt, das eine schnelle und vorausschauende Planung und Durchführung ermöglichen soll. Allerdings werden vorerst keine Bagger rollen. „Die Planungen laufen natürlich, aber so richtig kann es erst nach dem Winter im März losgehen“, kündigte Krstanoski an. Je nachdem wie frostig der Winter wird, könnten dann noch weitere Schlaglöcher dazu gekommen sein.
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