Katholiken aus drei Gemeinden werden vereint

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St. Paulus wurde 1928/29 errichtet Foto: Timm

Billstedt, Tonndorf und Wandsbek erhalten einen gemeinsame Pfarrei

Billstedt/Wandsbek/Tonndorf Die katholischen Christen aus den Gemeinden St. Paulus (Billstedt), St. Agnes (Tonndorf) und St. Joseph (Wandsbek) sollen gemeinsam einen pastoralen Raum bilden. Das bestätigte Martin Innemann vom Erzbistum Hamburg. Am Ende dieser Entwicklung, die drei Jahre dauern und „alle Orte kirchlichen Lebens umfassen“ soll, werde eine neue Pfarrei gegründet. Den Prozess soll laut Innemann Pfarrer Siegfried Albrecht leiten. Die Bildung pastoraler Räume geht in Hamburg bis ins Jahr 2009 zurück. Damals ist Innemann zufolge klar geworden, „dass es zukünftig nicht mehr genügend Priester geben wird, um die damals etwa 80 Pfarreien zu besetzen“. Es habe sich aber auch schnell gezeigt, dass es nicht nur um Personalfragen gehe, sondern darum, „wie Kirche in der Gesellschaft aufgestellt ist und wie zukünftige Generationen als katholische Gemeinde leben“. Gemeint sei das gemeinsame Handeln von Kirchengemeinden, Schulen, karitativen Diensten, Klöstern, Krankenhäusern und Sozialstationen. In den erwähnten drei Jahren soll dafür laut Innemann ein Konzept entwickelt werden. Aus einer Website des Erzbistums geht hervor, dass es weitere Gemeinden gibt, in denen vergleichbare Prozesse laufen. In Hamburg leben laut Website des Bistums 182.175 katholische Christen; das sind laut Erzbistum etwa 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Gut 16.000 Gottesdienstteilnehmer wurden gezählt, 3.265 Austritten stehen 57 Eintritte und 111 Wiedereintritte gegenüber (Zahlen von 2015). Zum Vergleich: Die evangelische Kirche hat in Hamburg nach eigenen Angaben 695.000 Mitglieder, die in 171 Gemeinden und zwei Kirchenkreisen organisiert sind. (fbt)
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