Klares Urteil der Experten nach Primark-Shopping in Hamburg

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Experten nehmen unseren Primark-Einkauf unter die Lupe Fotos: mdt
Hamburg: Billstedt-Center |

Glitzer, Glamour, Günstig: Was unsere Testeinkäuferin aus dem neuen Hamburger Primark in Billstedt holte und was die Experten zu der günstigen Ware sagen

So voll wie gestern war das Billstedt-Center wohl schon lange nicht mehr. Die Shop-Eröffnung der irischen Billigtextilkette Primark lockte Tausende Menschen nach Billstedt. Auch am Freitag gab es vor dem Geschäft noch Warteschlangen, die sich am Sonnabend auch wieder verlängern dürften. Dann erwarten die rund 500 Mitarbeiter von Primark den Kunden-Sturm aus dem Umland. Der dürfte groß werden, wenn man bedenkt, dass zuvor viele bis nach Bremen oder Berlin fuhren, um T-Shirts, Kleider und Accessiores für ein paar Euro zu shoppen.

Primark-Eröffnung in Hamburg-Billstedt

Das Wochenblatt schickte noch am Eröffnungstag Liza, 20, ins Shopping-Getümmel. Zwischen den 2.600 Kunden, die den Markt auf drei Ebenen betreten dürfen, suchte sie nach dem perfekten Weihnachtsoutfit – natürlich auf unsere Kosten. (Den kompletten Beitrag zu Lizas Shopping-Erlebnis steht in der kommenden Ausgabe des Wochenblatts und online) Was Liza in der Umkleidekabine präsentierte, überraschte auch uns. Ein komplettes Outfit für 23 Euro!

Lizas Weihnachtsoutfit: Jumpsuit (7 Euro), Schuhe (14 Euro), Ohrringe (2 Euro)

Ist das nicht etwas zu gewagt für den Heiligabend? „Überhaupt nicht! Diese Kombination würde ich bei dem großen Familienessen oder am Heiligabend im kleinen Kreis anziehen“, sagt Liza zum Schnäppchen. Kälte war für Liza bei der Wahl des Feiertagsoutfits jedenfalls kein Kriterium.
Doch wie kommt es zu dem Preis? Während das Unternehmen den niedrigen Preis mit großer Massenproduktion erklärt, wollten wir es genauer wissen.

Billig-Outfit von Primark in Hamburg - Das sagen die Experten

Dafür zeigen wir das geshoppte Outfit einem Experten von Policke, einem Hamburger Herrenbekleider, der seit Jahrzehnten Erfahrungen in Sachen Textilverarbeitung sammelt. Das Urteil ist deutlich. Auf den ersten Blick werden die Schwachstellen des Jumpsuits offen gelegt.

Ein erster Riss am Träger wird sichtbar, leichte Flecken von zu heißem Bearbeitung beim Glätten, Nähte, deren Verarbeitung mit einer Plastiktüte vergleichbar sind. Das Fazit der Experten: Die Kleidungsstücke werden wohl kaum eine Saison überleben, auch wird man deutliche Unterschiede nach den ersten Waschgängen erkennen können – aber: Der Preis ist für diese Qualität angemessen.

Es lässt sich darüber streiten, ob Kleidung für den geringen Gebrauch angeboten werden sollte. Die Nachfrage ist jedenfalls riesig, das bewies Primark wieder einmal am Donnerstag. (mdt)
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 10.12.2016 | 11:50  
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