Künstler für Läden in Hamburg gesucht

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Projektleiterin Sylvia Henze und Miriam Markowski von der Saga in der Steinbeker Marktstraße 87. Hier warten 77 Quadratmeter Leerfläche auf KreativeFoto: Sichting

Achtung, Kreative! Auch in Billstedt sind neue Ateliers zu haben

Von Mathias Sichting
Hamburg. Elf leerstehende Gewerbeflächen werden aktuell als Pilotprojekt in Zusammenarbeit zwischen der SAGA GWG, der Kulturbehörde, der Hamburg Kreativ Gesellschaft und dem Verein Ateliers für die Kunst e.V. als Wohn- und Arbeitsateliers angeboten. Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der Ateliersituation in der Hansestadt zu leisten und im besten Fall zu einer Senkung der Grundkosten der Künstler beizutragen. Als netter Nebeneffekt werden die Quartiere rund um die neuen Kunstzellen aufgewertet. Die ehemaligen Ladenflächen befinden sich unter anderem in Erdgeschosslagen in den Stadtteilen Billstedt, Bramfeld und Rothenburgsort.
In Billstedt gibt es Objekte im Billhorner Mühlenweg 1, der Steinbeker Marktstraße 87 und der Mendelstraße 26 G. Die Mietkosten für die Objekte liegen zwischen 6,50 Euro und 8,50 Euro pro Quadratmeter (netto kalt). Besichtigungen finden am 13. Juni (siehe Infokasten) statt. „Man kann natürlich immer über alles reden. So ist bei jedem Objekt denkbar, bestimmte Umbauarbeiten vorzunehmen. Der Einbau einer Dusche oder einer Küche bedarf beispielsweise immer Mehrkosten, die von uns umgelegt, aber auch bezuschusst werden“, so Saga-Ansprechpartnerin Miriam Markowski.

„Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir eine Umnutzung der leerstehenden
Gewerbeflächen als reine Wohn- und Arbeitsateliers vornehmen. “ Sylvia Henze

„Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir eine Umnutzung der leerstehenden Gewerbeflächen als reine Wohn- und Arbeitsateliers vornehmen. Die Ausschreibungen richten sich deshalb auch an alle Kreativen. Ganz egal, ob bildende Künstler, Musiker, Fotografen oder Illustratoren“, lädt Projektleiterin Sylvia Henze ein. Ein-Personen-Agenturen oder ein junges Start-Up können sich teure Mieten in Innenstadtlagen oftmals nicht leisten. Diese Doppelbelastung bringt die Kreativen früh an finanzielle Grenzen. „Wohnateliers sind für viele Künstler eine gute Lösung, den hohen Kostendruck zu mindern. Dieses Pilotprojekt ist ein erster Schritt, dem hoffentlich günstige Angebote in möglichst vielen Hamburger Stadtteilen folgen werden“, so die Projektleiterin und erste Vorsitzende des Vereins Ateliers für die Kunst hoffnungsvoll. Mit der Umwandlung von Gewerberäumen geht man in Hamburg neue Wege. Die Rahmenbedingungen für Künstler und Akteure der Kreativwirtschaft wird verbessert. „Wir freuen uns natürlich, wenn die Flächen vermietet sind. Es ist aber auf der anderen Seite auch ein weiterer Beitrag zur Aufwertung des Quartiers und zur Quartiersentwicklung“, so Miriam Markowski

Ab 35 Quadratmeter

Die ehemaligen Ladenflächen sind zwischen 35 und 530 Quadratmeter groß. Derzeit sind alle Interessierten eingeladen, sich bis zum 23. Juni beim Verein Ateliers für die Kunst auf die Flächen zu bewerben. Weitere Informationen zu der Ausschreibung und die Preise der Objekte sind auf hamburg.de/kulturbehoerde/stipendien zu finden.

Besichtigungstermine:
13. Juni, 12 Uhr, Treffpunkt Billhorner Mühlenweg 1;
13.30 Uhr, Treffpunkt Steinbeker Marktstraße 87;
15 Uhr, Treffpunkt Mendelstraße 26 G

17. Juni, 11 Uhr, Treffpunkt Gazertstraße 26, 12.30 Uhr, Treffpunkt Hoppenstedtstraße 1,
14 Uhr, Treffpunkt Lühmannstraße 11

Wer sich interessiert: Um an den Besichtigungen teilzunehmen, ist jeweils zwei Tage vor der Besichtigung eine Anmeldung per Email an Frau Sylvia Henze erforderlich.

Bereits besichtigte Objekte können nach Vereinbarung nochmals besucht werden: buero@afdk.de oder Tel.: 0174/416 37 47

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