Leben mit Krebs: Hamburger Stiftung hilft

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Geschäftsführerin Beatrice Züll (l., unten) und Spenderbetreuerin Andrea Dopp (r., unten) wünschen sich noch mehr Aufmerksamkeit für die Stiftung Phönikks. Mit einem kleinen Team leisten sie große Hilfe Foto: wb

Angehörige von Krebspatienten werden von Phönikks. Spenden jederzeit willkommen

Hamburg Seit 30 Jahren berät und unterstützt die gemeinnützige Stiftung Phönikks Krebspatienten und deren Familien. Wenn die Diagnose Krebs eine Familie trifft, bringt das ihre ganze Welt ins Wanken. „Dann bestimmt plötzlich Surreales, Aufwühlendes und Beunruhigendes das Leben“, weiß Beatrice Züll, Geschäftsführerin der „Stiftung Phönikks Familien leben – mit Krebs“. Wer sich hilflos oder ratlos fühlt, dem wird in der Beratungsstelle in der Kleinen Reichenstraße 20 die Hand gereicht. Auch über den Tod eines Angehörigen hinaus finden Menschen bei Phönikks ein breites Angebot wie Musiktherapie für Kinder, kunstpädagogische Projekte, Soulwriting für Jugendliche oder Erinnerungsgruppen. „Wir helfen den Familien ein Stück von sich selbst zurückzutreten, um zu reflektieren und zu sich zurückzufinden“, so Züll. Geht man mit ihr durch die hellen Räume der Stiftung, wird einem schnell warm ums Herz: bunte Kinderbilder zieren die Wände und liebevoll zurechtgemachte Sofaecken mit vielen Kissen und Kuscheltieren sorgen dafür, dass Familien sich hier auch außerhalb ihres Zuhauses wohlfühlen können. Jährlich finden rund 300 Erwachsene, Jugendliche und Kinder bei Phönikks einen geschützten Ort, um Gedanken und Ängste loszuwerden. Vier Psychotherapeuten und eine Musiktherapeutin helfen den Weg zurück zur Normalität zu finden. Doch wie schnell geht das? „Eine Krebserkrankung bedeutet einen Einschnitt in die Biographie, die einen ein Leben lang begleitet“, erklärt die Psychologische Psychotherapeutin Silke Meier. In Einzel- und Gruppengesprächen hilft sie ihren Klienten einen Umgang mit der Krebserkrankung zu finden.
Sage ich, dass die Krankheit nicht heilbar ist? Und wie geht es weiter, wenn mein Mann nicht mehr ist? Fragen, die sich auch Sabine Land gestellt hat. Ihr 62-jähriger Mann Dietrich war im November 2013 an Magenkrebs erkrankt. Lange hatte sie die Hoffnung, dass Chemotherapie und Operationen noch sein Leben retten könnten. Dann streute der Krebs ins Bauchfell. „Da war für mich klar, jetzt brauchen wir irgendeine Unterstützung, zuhause ging es drunter und drüber, alles hatte sich verändert.“ 2014 schließlich wandte sich die zweifache Mutter an Phönikks – und fand einen Therapeuten, bei dem sie sich aufgehoben fühlte. Auch die beiden Töchter nahm sie fortan regelmäßig mit. Land: „Es war enorm wichtig für unsere Kinder zu wissen, dass es auch außerhalb der Familie Orte gibt, wo sie sich Hilfe holen können.“ Nach dem Tod ihres Mannes hielt Sabine Land den Kontakt zu Phönikks aufrecht – bis heute. „Phönikks hat Großartiges für uns geleistet. Es war gut jemanden zu haben, der von außen draufguckt. Jemand, der hilft die Gedanken zu sortieren.“ Gut 750.000 Euro benötigt Phönikks jährlich, zu hundert Prozent aus Spenden finanziert. Erst kürzlich, versteigerte die Stiftung 30 kleine Holzfiguren. Die „kleinen phönikkse“ wurden persönlich von Prominenten wie Udo Lindenberg angefertigt. (sos)

Phönikks-Spendenkonto: Sparkasse Südholstein, IBAN: DE36 2305 1030 0003 3333 33, BIC: NOLADE21SHO

Weitere Infos: Stiftung Phönikks
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