Lernende Region

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Bettina Rosenbusch (re.) und Petra Jiske-Meyer haben viel Energie und Elan in die Herausgabe des neuen Lehrstellenatlas investiert. Foto: Neschki

Der neue Lehrstellenatlas ist da

Von Mike Neschki
Billstedt. Der neue Lehrstellenatlas für Billstedt, Hamm, Horn und Rothenburgsort ist da. Das ist nicht nur gut, sondern auch sehr wichtig. Denn wer heutzutage regulär die Schule verlässt, noch keinen Ausbildungsplatz hat oder möglicherweise nicht einmal weiß, welcher Beruf später das Geld in die Taschen spülen soll, hat in der Regel schlechte Karten.
Allerdings nicht so, wenn man im Hamburger Osten wohnt. Dort gibt es das „Billenetz“. Ein Netzwerk für Lebensbegleitendes Lernen, das sich 2002 auf Initiative von „Arbeit und Lernen“ aus 60 Partnern der vier oben genannten Stadtteile zusammengeschlossen hat. Gemeinsames Ziel war und ist, in den Billestadtteilen eine „Lernende Region“ zu etablieren.
Produkt dieses Zusammenschlusses ist der Lehrstellenatlas, der in diesem Jahr das zehnte Mal erscheint. Bettina Rosenbusch, Initiatorin dieses Werks, lud zur Jubiläumsausgabe in den Kultur Palast Hamburg (KPH). In ihrer Einführungsrede vor Vertretern der Betriebe, Lehrern, Schülern und Politikern, stellte sie den neuen Lehrstellenatlas vor, der mehr als 1000 Ausbildungsplätze in 190 Berufen bei 192 Unternehmen dokumentiert.
In Gesprächen mit Unternehmensvertretern wurde deutlich, dass nicht jeder schlechte Theoretiker auch ein schlechter Praktiker sein muss. Daher hätten auch Schulabgänger mit nicht ganz so guten Zeugnissen die Chance, einen Beruf zu erlernen. „Zudem gibt es ja auch die Möglichkeit, Kurz- oder Langzeit-Praktika zu absolvieren,“ so Jörg Milla von „Still“, „die teilweise auch bezahlt werden, und während dessen beide Seiten erkennen können, ob die Berufswahl die richtige ist.“ Vielfach herrschten auch falsche Vorstellungen, wenn nicht gar Vorurteile, so Andy Grothe, Bezirksamtsleiter im Bezirk Mitte. Deshalb sei es besonders erfreulich, dass es eine zunehmende Kooperation von Schulen und Betrieben gäbe, die zur Aufklärung beiträgt. Tenor war deshalb, dass die frühzeitige Orientierung wichtiger denn je sei. Denn gute Theoretiker sind nicht zwangsläufig auch gute Handwerker. Der Lehrstellenatlas enthält darüber hinaus unter anderem Beratungsangebote für schwerbehinderte Jugendliche, Büchertipps und Internetadressen von Lehrstellenbörsen und Arbeitsagenturen.

Der Lehrstellenatlas ist beim Billenetz in der Billstedter Hauptstraße 97, 22117 Hamburg kostenfrei zu bestellen oder kann abgeholt werden.
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