Line Dancers auf dem Dom

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Das sind die Country Dancers aus BillstedtFoto: Christa Möller

Billstedter „Country Dancers“ haben 100 Tänze im Repertoire. Männer gesucht

Von Christa Möller
Hamburg. Line Dance ist angesagt, dabei ist es ein Vergnügen ohne Worte... Denn wenn die Tänzer die Schritte und Schrittkombinationen gelernt haben, können sie sich überall auf der Welt einreihen zu diesem amerikanischen Tanzvergnügen. Jeder muss die Choreographie selbst lernen und dann gilt eben auch im Urlaub: „Wer in China zu Besuch ist, tanzt auch mit den Chinesen nach derselben Melodie“, erklärt Angelika Möller, die seit einer Umstrukturierung im August die Billstedter Country Dancers leitet. Der zweite Vorsitzende ist Frank Tyran, Schriftführerin ist Marlies May. Und wo ist denn der Unterschied zum Square Dance? Ganz einfach: „Square Dance ist ein reiner Partnertanz, und die Tänzer werden von einem so genannten Caller instruiert – alle tanzen nach seiner Pfeife“, erklärt Angelika Möller. „Das Besondere ist, dass wir keinen Tanzpartner brauchen, der Tanzpartner ist unsere Gruppe.“
Im Kleingarten angefangen
Die Anfänge der Gruppe in einem Kleingartenverein liegen sieben Jahre zurück, seit vier Jahren ist jeden Donnerstag von 17 bis 21 Uhr Training im Vereinshaus der Sportvereinigung Billstedt-Horn an der Möllner Landstraße 197. Dabei erklingt überwiegend Country- und Western-Musik, aber auch mal ein irisches oder mexikanisches Stück. Zum Schluss ist freies Tanzen angesagt, nur ganz gelegentlich steht auch mal Paartanz an. „Da tanzen dann auch Weiblein und Weiblein“, erklärt Angelika Möller. Denn 23 Frauen, aber nur sieben Männer zwischen 30 und Mitte 70 gehören zu den Country Dancers. Sie kommen nicht nur aus Billstedt, sondern sogar aus Bargteheide, Bargfeld-Stegen, Reinbek und Bergedorf. Alle haben sichtlich Freude an ihrem Sport und würden sich über weitere Mitglieder, besonders Männer, mit und ohne Vorkenntnisse, freuen. „Jeder kann für sich tanzen üben und Spaß haben und alle zusammen doppelt und dreifach“, weiß Angelika Möller und sie ergänzt: „Es gibt immer wieder neue Kombinationen, das ist ein gutes Gedächtnistraining.“ Die Gruppe hat über 100 Tänze im Repertoire und tritt auch gern mal öffentlich auf, beispielsweise bei Betriebsfeiern, Gartenfesten und demnächst wieder auf dem Hamburger Dom (im „Dorf“ auf dem Heiligengeistfeld am Freitag, 15. November ab 18 Uhr). Dann sind natürlich alle in Kluft, das heißt, mit schwarzer Hose, schwarzem Cowboyhut und schwarzen Cowboy-Stiefeln sowie im weißem Hemd, zu bewundern.
Angelika Möller tanzt noch in weiteren Line Dance-Gruppen mit, um sich neue Tänze anzueignen, die sie dann an ihre Country Dancers weitergeben kann. Aber auch viele weitere Mitglieder sind in anderen Gruppen aktiv, einfach so, aus Spaß am Tanzen. „Ich brauche Bewegung und zum Line Dance gibt es immer Gelegenheit“, sagt eine Line-Dancerin und eine andere erklärt: „Ich habe keinen Partner mehr und hier kann ich allein mittanzen.“ Wer Lust hat bei den Country Dancers mitzumachen, kann einfach zum Training vorbeikommen, „ab 17 Uhr ist immer jemand hier“, so Angelika Möller. Sie ist überzeugt: „Tanzen macht Spaß – und Line Dance macht süchtig. “

Nähere Infos im Internet unter countrydancers
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