Lorbeer verlor mit viel Glück nur 0:1 in Hamburg

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90 Minuten lang musste Lorbeers Abwehr Schwerstarbeit leisten. In dieser Szene kann Kapitän Dominic Schack klärenFotos: Thomas Hoyer
 
Lorbeers Trainer Marcus Melchert (l.) muss Tim Schooff nach seiner gelb-roten Karte beruhigen

Gegner SC Sternschanze vergibt zahlreiche Chancen

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Nur drei Minuten fehlten den Kreisligakickern der FTSV Lorbeer-Rothenburgsort am vergangenen Sonntag, um dem Tabellenführer SC Sternschanze einen Punkt abzutrotzen. Erst dann gelang dem Favoriten der alles entscheidende Treffer zum 1:0-Sieg, der aufgrund zahlreicher Chancen und ständiger Feldüberlegenheit auch hätte weitaus höher ausfallen können.
Lorbeer kämpfte
Die Platzherren nahmen auf dem Kunstrasen an der Schanzenstraße das Heft sofort in die Hand. Bereits nach fünf Minuten lag das 1:0 in der Luft, doch konnten Torwart Kevin Maack und René Binder, der beim Nachschuss goldrichtig stand, eine Doppelchance des Gegners zunichte machen. Das Team von Trainer Marcus Melchert, der mit Frank Christianus und Sven Gehrke auf zwei wichtige Kicker verzichten musste, kam kaum einmal über die Mittellinie. Für Gefahr sorgte zunächst lediglich ein 40m-Freistoß von Dominic Schack, der nur knapp das gegnerische Gehäuse verfehlte. In der Folge nahm der Druck des Spitzenreiters immer mehr zu. Wiederholt brannte es lichterloh in Lorbeers Strafraum. Innerhalb von nur 180 Sekunden gab es drei gute Chancen, darunter einen Schuss an den Innenpfosten. Als dann auch noch der bereits verwarnte Timo Schooff in der 27. Minute eine fragwürdige, heftig umstrittene gelb-rote Karte sah - wegen verbaler Unsportlichkeit, wie der Schiedsrichter befand -, schien der Führungstreffer nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch trotz Unterzahl besaßen die 90 Minuten aufopfernd kämpfenden Rothenburgsorter die nächste Chance durch Kubilay Sevinc, wobei der 19-Jährige das Leder allerdings nicht richtig traf. Danach waren wieder die Gastgeber an der Reihe. Erneut wurden zwei Hochkaräter kläglich vergeben. In der 44. Minute stellte der Unparteiische das personelle Gleichgewicht wieder her, indem er mit Ismail Ergün auch einen Spieler des Spitzenreiters wegen Nachtretens gegen Adul Bassi vom Platz stellte.

Kevin Maack war top

Daraus konnte der Tabellenfünfte in der zweiten Halbzeit kein Kapital schlagen, die mit einer Schrecksekunde begann, als Keeper Kevin Maack bei einer Rettungstat ein gegnerisches Knie in die Rippen bekam und ihm für kurze Zeit die Luft wegblieb. Doch war Lorbeers Schlussmann, der im Hinspiel (0:7) die rote Karte gesehen hatte, nach dreiminütiger Unterbrechung wieder voll im Bilde, avancierte zum besten Spieler seines Teams. Zunächst hatte er bei einem Schuss an die Oberkante der Latte Glück (49.), doch in der Folge konnte Maack zwei Chancen des mit Mann und Maus stürmenden Gegners mit tollen Paraden zunichte machen (58./64.). Diverse weitere Hochkaräter, die sich zum Teil im Minutentakt einstellten, vergab der Spitzenreiter ausgesprochen kläglich, darunter einen Kopfball aus zwei Metern. Entlastung nach vorne gab es nach der Hinausstellung von Schooff fast überhaupt nicht mehr. Einer Angriffswelle der Gastgeber folgte die nächste. Aber erst in der 87. Minute wurde ihr Sturmlauf belohnt. Nach einem Doppelpass erzielte Dennis Clausen ungehindert aus neun Meter den umjubelten Siegtreffer. „Mit dem 0:1 waren wir natürlich gut bedient“, so Trainer Marcus Melchert. „Nach zuletzt schwachen Leistungen hat die Mannschaft aber zumindest kämpferisch überzeugt und sich als echte Einheit präsentiert. Auch wenn nach der Winterpause der Kontakt zur Spitzengruppe verloren gegangen ist, haben wir als Aufsteiger mit dem Klassenerhalt das Saisonziel erreicht.“
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