Naturbewusste Industrie

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Marco Sommerfeld (l.) vom Nabu und Firmenmitarbeiter Harald Littig mit einem Nistkasten Foto: Nabu

Warum eine Entsorgungsfirma in Billbrook Nistkästen für Vögel aufgestellt hat

Billbrook Man nehme... ein mittelständisches Unternehmen, dazu die Umweltbehörde, die Handelskammer und den Naturschutzbund (Nabu)... und herauskommt: das Projekt „Unternehmens-Natur“! Mitten in Billbrook zeigt jetzt ein Entsorgungsfachbetrieb, die Firma Wert, auf ihrem Betriebsgelände, wie Vogelschutz und Industriestandort zusammengehen. Nach einer Beratung durch den Nabu-Vogelexperten Marco Sommerfeld wurden 50 Nistkästen für Vogelarten wie Hausrotschwanz, Rauchschwalbe, Star und Sperling sowie Quartiere für Fledermäuse aufgehängt.
„Auch in einem Industriegebiet kann mit der Anbringung von Nistkästen wertvoller Lebensraum für Vögel und Fledermäuse geschaffen werden“, sagt Alexander Porschke, Vorsitzender des Nabu Hamburg. Auch Wert-Geschäftsführer Dr. Thomas Mikoteit zeigt sich begeistert: „Wir hoffen, dass die Nistkästen und Quartiere nun schnell besiedelt werden und sich zukünftig auch unsere Mitarbeiter an der Tierwelt erfreuen können.“ Sven Baumung, Referent für Artenschutz der Umweltbehörde, ergänzt: „Das Unternehmen hat gezeigt, dass auch auf einem Betriebsgelände mit vergleichsweise wenig Freiflächen Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt umgesetzt werden können. Wir hoffen, dass diesem Beispiel noch viele Unternehmen folgen werden.“
Marco Sommerfeld, Vogelschutzreferent des Nabu Hamburg, hatte das Unternehmen bereits im Vorfeld bezüglich geeigneter Nistkästen und Standorte beraten: „Mit der energetischen Sanierung des Gebäudebestands fallen derzeit in Hamburg flächendeckend Nischen und Hohlräume weg, die von Vögeln und Fledermäusen als Quartiere genutzt werden können. Betriebliche Flächen bergen hier ein großes Potenzial: Nicht genutzte Flächen am Boden oder an Gebäuden können als Lebensraum für Tiere und Pflanzen aktiviert werden.“ Die Artenschutzmaßnahmen bei der Firma Wert werden von der Rickertsen Stiftung unterstützt. (wb)

Interessierte Unternehmen können sich direkt an den Nabu Hamburg, Dr. Katharina Schmidt, Referentin für StadtNatur, Telefon: 69 70 89 34, schmidt@NABU-Hamburg.de wenden
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