Naturschutz statt Baumarkt

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Gründungsmitglieder „Grünes Band Billstedt“: (v.re.)Rudolf Sergel Bernd Ohde, FDP und Gerald Meißner von der GÖP, die sich zukünftig als Partner engagieren will

Grünfläche Oststeinbeker Weg wird Ausgleichsfläche

Billstedt. Nachdem die Baumarktkette Hornbach ihr geplantes Bauvorhaben auf der Grünfläche Oststeinbeker Weg Ecke Glinder Straße ad acta gelegt hat, wird die Fläche nun Ausgangspunkt für das „Grüne Band Bill-
stedt“.
In drei Schaukästen und auf rund zehn Lehrtafeln soll der ökologische Wert der Fläche dargestellt werden. Das wollen der Vorsitzende des Umweltausschusses Hamburg Mitte, Bernd Ohde (FDP), der Diplom-Biologe Rudolf J. Sergel und Gerald Meißner von der Gesellschaft für ökologische Planung (GÖP) anschieben. Mitglieder der Bürgervereinigung Oststeinbeker Weg wollen bei der Aufstellung der Tafeln und der Ausarbeitung eines Konzeptes mitmachen. „Es könnte zum Beispiel Führungen geben“, sagt Bernd Ohde. „Das grüne Band soll die ökologisch wichtigen Gebiete um Billstedt herum verbinden.“
Die Initiatoren setzen damit den Beschluss der Bezirksversammlung Hamburg Mitte in die Praxis um, diese Fläche als Ausgleichsfläche im Bezirk zu sichern. Damit ist das Areal ab sofort für den Biotopverbund verfügbar, der natürliche Lebensräume verbindet, der Sicherung seltener Arten und Lebensräume dient und die Verbesserung ökologischer Wechselbeziehungen fördert.
Der Begriff „Grünes Band“ ist dem Projekt „Grünes Band Deutschland“ angelehnt, das vor Jahren vom BUND eingerichtet wurde. Das Grüne Band Deutschland ist ein Naturschutzprojekt mehrerer deutscher Bundesländer, auf dem fast 1400 Kilometer langen Geländestreifen entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze einen Grüngürtel zu schaffen.
Jede Menge Nachtigallen
„Der Begriff „Grünes Band Billstedt“ würde insgesamt bewusster machen, dass Billstedt viele weitere Naturräume besitzt und über einen wertvollen biologischen Artenbestand verfügt, zum Beispiel dem größten Nachtigall-Vorkommen Hamburgs,“ sagt Diplom-Biologe Rudolf Sergel.
Die Info-Tafeln sollen spätestens im Frühjahr auf der Grünfläche Oststeinbeker Weg (Hornbach-Fläche), auf der Landschaftsachse Glinder Au in Höhe des Wasserrückhaltebeckens und im Grünzug Glinder Au aufgestellt werden. Die Finanzierung der drei Schaukästen in Höhe von rund 2200 Euro sei gesichert. (mn)
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