Neues Kulturzentrum in Hamm kommt später

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Die alte Sporthalle der HT16 wird abgerissen, wenn die neue Halle steht Foto: Grell/ Timm

Änderungen an den Plänen sorgen für Verzögerung

Von Karen Grell
Hamm
Mitten in Hamm, oberhalb der U-Bahnstation Burgstraße, soll ein neues Sport- und Kulturzentrum entstehen. Jetzt kommt es aufgrund von Änderungen bei den Planungen zu Verzögerungen. Dabei sollte der Bau eigentlich dieses Jahr fertig gestellt sein. Neben dem Neubau des Gebäudes für die Hamburger Turnerschaft HT16 sollen auch noch 140 neue Mietwohnungen und eine Gaststätte gebaut werden. Die Pläne wurden vom Stadtplanungsausschuss des Bezirks Mitte bereits einstimmig abgesegnet, doch „jetzt hat der Bauherr noch einige Änderungen bei den Planungen vorgenommen“, erläutert Michael Osterburg, Vorsitzender der Fraktion der Grünen im Bezirk Mitte und Mitglied im Stadtplanungsausschuss, die entstandenen Verzögerungen. „Es musste eine Erweiterung der Tiefgarage erfolgen und die Fassaden überplant werden.“ Zudem sei laut Osterburg der Zeitplan schon von Beginn an etwas unrealistisch gewesen. Zuerst soll nun das Gebäude für die Turnerschaft gebaut und nach dem Umzug dann die Wohnungen erstellt werden. Die Hamburger Turnerschaft von 1816 ist der älteste Sportverein der Welt und jetzt bereits 200 Jahre alt. Das Jubiläum wollten die Sportler gerne in einer neuen, modernen Sporthalle feiern, das wird jetzt leider nicht mehr klappen. Die Sportler können dennoch in Bewegung bleiben, denn in den alten Räumen geht es vorläufig wie gewohnt weiter. Die Gebäude des Vereins werden erst dann abgerissen, wenn die neue Sporthalle steht. So lange bleiben die bisherigen Sportflächen nutzbar und das mit modernsten Gerätschaften. Mitte Michael Mathe, der Leiter des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung, erklärte schon bei der ersten Abstimmung der Pläne, dass die über 50 Jahre alten Bauten des HT16 erneuerungsbedürftig seien. Eine Sanierung würde einen modernen Sportbetrieb langfristig nicht sicherstellen. Außerdem wäre die Instandsetzung der alten Gebäude zu teuer geworden. Direkt oberhalb der U-Bahn-Station Burgstraße soll die neue Dreifeldsporthalle gebaut werden und in das Kulturzentrum auch das Theater „Sprechwerk“ und die Stadtteilinitiative Hamm mit Stadtteilarchiv und Kulturladen mit einziehen. Zudem soll die Schule ein Nutzungsrecht in der neuen Sportanlage bekommen. Wann es nun losgehen kann mit dem Neubau, ist noch nicht konkret abzusehen. „Wir hoffen aber alle, dass es keine weiteren Verzögerungen geben wird“, so Osterburg.
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