Neues von der Praxisklinik

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Rund 50 Ärzte, Patienten und Anwohner protestierten im Januar vor der Praxisklinik in Mümmelmannsberg. Laut Klinikbetreiber wird noch in dieser Woche feststehen, ob es einen neuen Betreiber geben wird Fotos: mt

Klinikbetreiber bestätigt Ende der Verhandlungen und Ergebnis diese Woche

Von Marco Thielcke
Mümmelmannsberg. Die Verhandlungen zwischen dem Betreiber der Praxisklinik Mümmelmannsberg und Interessenten, die den somatischen Bereich der Klinik weiterführen wollen sind offenbar kurz vor einem Abschluss. Laut der Unternehmensgruppe Dr. Guth, die die Praxisklinik in Mümmelmannsberg führen, soll noch in dieser Woche feststehen, ob der OP-Bereich und die Bettenstation von einem neuen Betreiber übernommen werden kann. Darüber hinaus hält sich die Klinikgruppe aber bedeckt und will weder Interessenten nennen noch über den Inhalt der Verhandlungen sprechen.
Denise Kley, Pressesprecherin von Dr. Guth: „Wir haben mit allen Interessenten das Gespräch gesucht.“
Vergangenen Donnerstag ließen Ärzte und Anwohner Luftballons steigen. „Mit diesen Aktionen wollen wir vor allem den Druck auf die Politik erhöhen“, sagt Birgit Sokolowski. Sie leitet den Bürgerverein Aktiv Wohnen und organisiert Info-Veranstaltungen. Auch Anwohner sind besorgt und beteiligen sich an der Protestaktion. „Ich lege die Arzttermine von meinem dreijährigen Sohn Leon und mir oft an einen Tag, das spart viel Zeit“, sagt Alice Krebs (36), Patientin aus Billstedt.
Im Oktober vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Klinikbetreiber den OP-Bereich und die Bettenstation im September schließen will. Seitdem protestieren Anwohner, Ärzte und Patienten der Klinik in Mümmelmannsberg. Sie befürchten, dass nach dem Wegfall des somatischen Bereichs auch die ansässigen Ärzte abwandern. „Dann ist die medizinische Versorgung im Stadtteil gefährdet“, befürchtet Birgit Sokolowski.
Die Klinikgruppe Dr. Guth hat den Bereich in den vergangenen Jahren immer wieder verkleinert, zuletzt 2012 von 25 auf 15 Betten. Für eine wirtschaftliche Nutzung ist laut Dr. Guth eine Auslastung von 85 Prozent nötig, in Mümmelmannsberg waren im Schnitt nicht einmal 50 Prozent der Betten belegt.
Ärzte und Patienten warten nun auf eine Nachricht des Klinikbetreibers, ob und wenn ja, wie der die somatische Station ihrer Klinik erhalten werden kann.
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1 Kommentar
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Erich Heeder aus Billstedt | 06.02.2014 | 08:36  
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