„Nicht alles alleine machen“

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Olaf Scholz, der Vorsitzende der Bezirksversammlung Mitte Dirk Sielmann und Falko Droßmann (v.l.) Foto: rg

SPD-Mitte-Wahlkampftour startete mit Bürgermeister Scholz in Billstedt

Von Rainer Glitz
Billstedt. Der Saal im Kulturpalast im Öjendorfer Weg warbestens gefüllt, doch das Publikum musste warten. „Der Bürgermeister hat soeben Billstedter Staatsgebiet erreicht“, kam dann eine Durchsage. Und tatsächlich rollte Olaf Scholz in einer schwarzen Limousine mit 20 Minuten Verspätung auf den Parkplatz, schuld war der Feierabendverkehr.
Begrüßt wurde Scholz von Falko Droßmann, dem SPD-Spitzenkandidaten im Bezirk Mitte. Der 40-Jährige aus Horn eröffnet den Abend mit einem flammenden Plädoyer für die Bezirke. „Was für die Menschen vor Ort wirklich wichtig ist, wird im Bezirk entschieden“, sagte Droßmann. Aufgabe der Kommunalpolitik sei es, in Zeiten der Globalisierung den Menschen ein Stück Heimat zu bieten und zu erhalten.

Am 25. Mai wählen!

Falko Droßmann, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksversammlung Mitte, zog eine kurze und positive Bilanz der jetzt ablaufenden Legislaturperiode. Es seien Erfolge beim Wohnungsbau erreicht worden, soziale Einrichtungen geschaffen, Straßen und Sportanlagen saniert worden, es gebe nun eine eigene Seniorenbeauftragte. „In Billstedt und Horn leben mehr als 100.000 Menschen aller Nationen, dieses internationale Leben ist die Stärke unseres Stadtteils“, erklärte Droßmann. Die SPD tritt in Mitte mit 102 Kandidaten aus allen Stadtteilen zur Bezirkswahl am 25. Mai an. „Wir wollen mehr bezahlbare Wohnungen schaffen, den Wildwuchs der Spielhallen kontrollieren und die P + R-Kapazitäten aufstocken“, sagte Droßmann zum Programm seiner Partei. Sein Appell ans Publikum in Billstedt: „Wählen gehen!“Ein gut gelaunter Olaf Scholz lobte dann die gute Zusammenarbeit mit den Bezirken, vor allem im Wohnungsbau. Diese wolle er gern fortsetzen. „Wir können im Rathaus nicht alles alleine machen. Es geht besser mit den Leuten vor Ort“, erklärte Hamburgs Bürgermeister. Die ehrenamtlichen Bezirkspolitiker mit ihrer Ortskenntnis seien eine große Produktivkraft. „Noch nie ist in Hamburg soviel miteinander gesprochen worden“, sagte Scholz. Das solle auch so bleiben. Der Bürgermeister und der SPD-Spitzenkandidat Droßmann stellten sich dann Fragen aus dem Publikum. Die Zukunft der Horner Rennbahn, die Flüchtlingsunterkunft Mattkamp oder der Zustand des Billstedter Marktplatzes wurden diskutiert. Und: Es gab viel Lob für Bürgermeister Olaf Scholz. „Der Abend ist gut gelaufen. Auf uns kommt eine Menge Arbeit zu, aber wir sind bereit“, so das Fazit von Falko Droßmann.
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