Noch mehr Asylanten

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Der Eingangsbereich der Flüchtlingsunterkunft am Mattkamp ist durch eine Absperrung gesichert. Foto: güb

Flüchtlingsunterkunft muss 40 Notfallplätze bereithalten

Von Günther Brockmann
Billstedt. Billstedts Politiker erfuhren es auf der Sitzung des Hauptausschusses der Bezirksversammlung Anfang Juli. Die Flüchtlingsunterkunft am Mattkamp, dort sind bereits 313 Flüchtlinge und 47 Obdachlose untergebracht, muss weitere Notfallplätze für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen. „Nach dem Notfallplan muss die Flüchtlingsunterkunft am Mattkamp 40 Menschen aufnehmen. Das ist in der erweiterten Koordinierungsgruppe für die zentrale Erstunterbringung mit allen Bezirksamtsleitern in Hamburg vereinbart worden“, erklärte Nicole Serocka, Referatsleiterin für die Öffentlichkeitsarbeit in der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI).
Voraussetzung für die Unterbringung ist nach Auskunft von Nicole Serocka die Erteilung einer entsprechenden Baugenehmigung. Diese wurde Ende Juni vom zuständigen Bezirksamt Hamburg-Mitte beantragt. Über die Investitionskosten konnte sie noch keine Angaben machen. Dieses wird erst geschehen, wenn die Konditionen und Auflagen des Genehmigungsbescheides bekannt geworden sind.

„Nach dem Notfallplan muss die Flüchtlingsunterkunft am Mattkamp 40 Menschen aufnehmen.“,
Nicole Serocka, Referatsleiterin
Warum wieder einmal Billstedt als Unterbringungsort für weitere Flüchtlinge ausgesucht worden ist, darauf die BASFI: „Die Sofortmaßnahmen sind erforderlich, da trotz aller Bemühungen der Fachbehörde die aquirierten Flächen und Gebäude in Hamburg überwiegend nicht für eine erforderliche zeitnahe Belegung zur Verfügung stehen.
Daher ist die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in der Folge bis zur Realisierung aller zusätzlichen Plätze darauf angewiesen, in Notmaßnahmen zeitlich befristet bereits vorhandene Gebäude oder Anlagen, die sich für öffentliche Unterbringung eignen, zusätzlich zu finden, um dem Unterbringungsbedarf nachzukommen.“
Die Sprecherin der BASFI gab auch darüber Auskunft, ob nicht Flüchtlinge an anderen Orten untergebracht werden können. „Notmaßnahmen wurden, soweit baurechtlich möglich, in weiteren Standorten von Pavillondörfern geprüft. Man entschied sich aber für Billstedt“, sagte Nicole Serock.
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