„Projekt bringt Kaufkraft“

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Die Golfanlage „Golf Gut Glinde“ sieht einer positiven Zukunft entgegen Foto: güb

Bauausschuss-Mehrheit stimmt für „Golf Gut Glinde“

Glinde Die Würfel im Glinder Bauausschuss sind gefallen. Mit den Stimmen von CDU und Grünen wurde der Antrag angenommen, das Hotel mit der Wellnessanlage zu bauen.
Die SPD-Fraktion hatte wegen der Größe des Projekts dagegen gestimmt. Investor Jens Lessau atmete durch, als er die Entscheidung für sein Projekt im Bauausschuss live miterlebte. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Das Projekt ist mir ans Herz gewachsen und so bin ich froh, dass die Politik zugestimmt hat“, freute sich der Besitzer der Golfanlage Golf Gut Glinde. Für den Komplex mit seinen rund 130 Zimmern und Suiten sind 10.000 Quadratmeter vorgesehen. Das ist die doppelte Grundfläche als ursprünglich geplant. Die Nutzfläche von 23.700 Quadratmetern ist aber, so wie es die eigentliche Planung vorsah, geblieben. Noch auf der Sitzung des Bauausschusses Anfang August hatte sich das Gremium vertagt, denn das 40-Millionen Euro Vorhaben wackelte. Die SPD lehnte es ab und die Grüne-Fraktion schwankte in ihrer Entscheidung. Jetzt stimmte Martin Ruschke mit der CDU dafür, sein Fraktionskollege Wolf Tank enthielt sich der Stimme.

Verkehrsinfarkt befürchtet


Peter Michael Geierhaas hatte zu Beginn der Debatte noch einmal die zwei Hauptargumente der SPD vorgetragen, die gegen das Golf-Projekt sprechen. „Wir befürchten einen Verkehrszusammenbruch auf der Möllner Landstraße und dienen zu gewaltigen Eingriff in die Landschaft. Für uns ist die Ausweisung einer 3,5 Hektar großen Fläche, die als Ausgleichsgebiet bezeichnet wird, einfach nicht annehmbar. 170 Stell- und 80 Reserveplätze, ein Areal für Campingwagen und Wohnmobile sowie ein Rückhaltebecken wollen wir nicht akzeptieren. Für uns ist das ein gewaltiger Eingriff in die Natur. Wir wollen mit den grünen Flächen sorgsam umgehen“, sagte der SPD-Politiker und wies auf seine Verantwortung für Natur und Umwelt hin.
Als Glindes Bürgermeister Rainhard Zug in die Debatte einstieg, wurde deutlich, dass er mit Überzeugung hinter den Plänen von Jens Lessau und dessen Geschäftspartner Siegfried Reddel steht. Siegfried Reddel betreibe in Bergisch-Gladbach erfolgreiche eine noch größere Golfanlage, hatte Zug von dortigen Amtskollegen erfahren. Er sagt: „Das Projekt ist gut für unsere Image und bringt Kaufkraft in die Stadt.“ (güb)
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