Projekt LeNa in Horn

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Die Kinder waren mit vielen Fragen zum Freiwilligencafé gekommen. Die Stimmung wurde mit der Zeit immer lockerer Foto: Grell

Kommunikation der Generationen nimmt Fahrt auf – Schüler besuchen Senioren

Von Karen Grell
Horn
Im Nachbarschaftstreff „Lebendige Nachbarschaft“ LeNa soll es immer, wenn am Dienstag das Freiwilligencafé stattfindet, auch ein Treffen mit Schülern der Stadtteilschule Horn geben. Kinder der fünften und sechsten Klassen sind am vergangenen Dienstag erstmals der Einladung gefolgt und mit vielen Fragen und auch ein wenig aufgeregt zu den Senioren in die Legienstraße gekommen. Ein wenig enttäuscht waren die pünktlichen Kinder schon darüber, dass kein einziger älterer Bewohner sie erwartete, obwohl die meisten von ihnen direkt im Haus wohnen. Nach und nach trudelten die Teilnehmer des Freiwilligencafés aber noch ein und einige Schüler konnten erste Fragen bei ihrem Sitznachbarn loswerden. „Wie alt sind Sie eigentlich und welche Hobbys haben Sie?“ die Liste der Fragen war lang und die Schüler zeigten sich absolut interessiert am Leben der älteren Menschen, die ihre eigenen Großeltern sein könnten. Emily fand „das Haus sehr schön eingerichtet“. Sie hat selber Oma und Opa im Seniorenalter und ist sich bei diesem ersten Zusammentreffen nicht so ganz sicher, „was ich fragen soll und was lieber nicht“. Eigentlich hatten die Schüler an diesem Tag schon frei und „wir sind noch nach Schulschluss gekommen“, bemerken die Schüler, die sich auch vorstellen können, mal allein in die Einrichtung zu kommen. Ein wenig warm werden musste man an diesem Nachmittag zunächst zwischen ganz jung und ein wenig älter. Auch die Senioren hatten sich deshalb vorsorglich schon ein paar Fragen überlegt, die sie den Zwölfjährigen stellen wollten. Ob eigentlich Stricken noch „in“ sei, wollten die Damen beispielsweise wissen, die beim Freiwilligen-Café auch mit den Kindern zusammen handarbeiten würden. Katrin Lademann, die Leitung des Hauses, stimmt mit den Senioren zum Singen ein. „Hoch auf dem gelben Wagen“, das kennen sogar noch einige der Kinder und als es bei Apfelsaft und Butterkuchen gemütlich wird, ist die Stimmung gelassener und die Generationen kommen ins Gespräch. Eine schöne Idee, die mit den Wochen sicherlich noch in Schwung kommen wird.
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