Seelsorgerin im Rauhen Haus in Hamburg

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Corinna Peters-Leimbach am Teich auf dem Stiftungsgelände des Rauhen Hauses Foto: Christa Möller

Corinna Peters-Leimbach wird am 4. Juli offiziell in ihr Amt eingeführt

Von Christa Möller
Hamburg. Corinna Peters-Leimbach ist seit Anfang Juni Nachfolgerin von Hildegard Emmermann als Seelsorgerin im Rauhen Haus in Horn. Seit 16 Jahren gibt es dort die hauptamtliche pastorale Seelsorge. Beim traditionellen „Sommersegen“ am Teich auf dem Stiftungsgelände wird sie am Freitag, 4. Juli, um 13 Uhr offiziell in ihr Amt eingeführt. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen.
Die 45-Jährige ist nicht nur Ansprechpartnerin für die 1.100 Mitarbeiter, sondern auch für die auf dem Stiftungsgelände lebenden 190 Jugendlichen, Studenten, Senioren, Menschen mit Behinderung und psychisch erkrankten Menschen. Sie hält dort unter anderem Andachten im Alten- und Pflegeheim Haus Weinberg. Außerdem hält sie gelegentlich Gottesdienste im Schleswig-Holsteinischen Kattendorf bei Kaltenkirchen sowie am Gräflingsberg in Henstedt-Ulzburg. Denn das Rauhe Haus betreut und unterstützt auch rund 1.150 Menschen im Hamburger Stadtgebiet sowie in Schleswig-Holstein. Beim Open Air-Gottesdienst am Pfingstsonntag war sie zusammen mit der Ortsgemeinde im Einsatz.

„Wenn Menschen hier sterben, werden sie ausgesegnet. Es gibt aber auch
immer mal wieder Taufen von Mitarbeitern und Kindern.“ Corinna Peters-Leimbach


Für traurige Anlässe ist sie genauso zuständig wie für fröhliche: „Wenn Menschen hier sterben, werden sie ausgesegnet. Es gibt aber auch immer mal wieder Taufen von Mitarbeitern und Kindern.“ Und auch Trauungen sind möglich. Das vielseitige Einsatzgebiet habe sie gereizt, begründet sie ihre Bewerbung um die Stelle, die sie mit Menschen unterschiedlichen Alters an verschiedenen Orten zusammenbringt – „aber trotzdem immer verbunden durch das Rauhe Haus“.
Die Pastorin bietet Gesprächskreise in den verschiedenen Einrichtungen an und begleitet Angebote für die Mitarbeiter wie die so genannten Oasen-Tage: „Einen Tag mal ganz anders gestalten, raus aus dem Beruf.“ Ganz wichtig sind ihr die Gespräche mit den Menschen, ein offenes Ohr hat sie auch für die Angehörigen.
Die Mitarbeit am Diakonischen Profil gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Seelsorgerin, deren Stabstelle direkt beim Stiftungsvorstand angebunden ist. Das alles klingt nach viel Arbeit, doch das schreckt sie nicht: „Pastorenstellen haben tendenziell nie 40 Stunden“, sagt die Harburgerin und ergänzt: „Ich finde es wichtig, das Signal auszusenden: Ich habe Zeit für Dich.“ Wichtig ist ihr die zeitnahe Terminabsprache, wenn sie mal nicht erreichbar ist. „Ich habe in meiner Arbeit gelernt, mich zu strukturieren. Die Kunst liegt in der Priorisierung“, weiß die Pastorin, die darauf setzt, mit ganz vielen Menschen vernetzt zu arbeiten.
Corinna-Peters Leimbach lebt mit ihrem Mann Martin Leimbach, der als Diakon im Kirchenkreis Hamburg-Ost tätig ist, in Harburg. Acht Jahre war sie Gemeindepastorin in Wilhelmsburg, danach sechs Jahre mit dem Projekt „Regionale Entwicklung Wilhelmsburg“ betraut.
Sie hat die Internationale Bauausstellung sozialkritisch begleitet und als Geschäftsführerin das kirchliche Engagement „Lebenspfad – Kirchen auf der igs“ der Internationalen Gartenschau in Wilhelmsburg betreut. Schon früh stand ihr Berufswunsch fest und sie wusste, dass es noch etwas gibt „außer der sichtbaren Welt“. So entstand ihr Wunsch, „Gottes Liebe in Wort und Tat weiterzugeben.“

Ihre Hobbys: Singen, Reisen und Tanzen

In ihrer Freizeit liest sie gern Krimis, liebt Spaziergänge, nimmt Geigenunterricht und singt im Kirchenchor. Gemeinsam mit ihrem Mann reist sie gern. Dabei locken sehr unterschiedliche Ziele, vom Campingurlaub an der Ostsee bis nach Kanada, aber auch Israel und Jordanien „auf den Spuren des Alten Testaments und des Neuen Testaments – eine Mischung aus Erholung und Horizont ganz anders erweitern…“ Ein weiteres gemeinsames Hobby des Paares ist das Tanzen.
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