Senioren wünschen sich Quartiers-Mittagstisch in Hamburg

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Teilnehmerin Hella Boden möchte ihre Zukunft aktiv planen

In der Zukunftswerkstatt „Winterhude bewegt sich“ entwickeln Stadtteilbewohner Ideen zu neuem Angebot

Hamburg. Senioren aus dem Stadtteil wünschen sich einen Quartiers-Mittagstisch, möglichst rund um den Goldbekplatz, mit preiswertem Essen und generationsübergreifendem Gemeinschaftssinn. Das kam bei der jüngsten Zukunftswerkstatt in der Stiftung Bodelschwingh heraus.
Rund 30 Teilnehmer waren dabei, um ein Konzept für einen Mittagstisch zu entwerfen – angeleitet von Miriam Krohn von Q8, der Initiative „Winterhude bewegt sich“. „Ich werde älter und möchte mich informieren, wie ich meine Zukunft planen kann. Aktiv war ich schon immer“, sagt Hella Boden. Ingeborg Schulze-Knaus ist eine alteingesessene Winterhuderin: „Im Alter hat man andere Bedürfnisse. Ich lebe allein und vermisse mehr Zusammenhalt“, sagt sie. Winterhude wird von der Altersstruktur immer jünger, mit 17 Prozent ist der Anteil der über 65-Jährigen leicht unterdurchschnittlich. Die Mieten steigen, der Anteil der Sozialwohnungen ist mit 337 gering und viele der Senioren befürchten, sich das Leben im Quartier nicht mehr leisten zu können. Das machen auch die Ideen für den Quartiers-Mittagstisch deutlich, die in den Gruppen-Diskussionen geäußert werden: „Ich finde die Idee gut, aber ich kann es mir nicht leisten, mich ehrenamtlich zu engagieren. Das sollte bezahlt werden“, findet eine Teilnehmerin und erntet Zustimmung. „Das Essen beim Mittagstisch muss gesund und bezahlbar sein“, wünscht sich eine Teilnehmerin. „Mehr als 4,50 Euro darf das aber nicht kosten!“, wirft eine andere ein. Neben Gemeinschaft und einem günstigen Essen wünschen sich die Teilnehmer einen öffentlichen zentralen Ort für den Mittagstisch rund um den Goldbekplatz, der auch für andere Generationen offen ist. Im nächsten Schritt geht die Zukunftswerkstatt auf die Suche nach Ort und Finanzierung eines Quartiers-Mittagstischs. (flü)
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