Sieg für Billstedt-Rap

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„Billstedt ist nicht so wie ihr denkt, Leute werden sogar zum Geburtstag beschenkt“: So lautet eine Textzeile aus dem Siegervideo Foto: youtube/Pasha Chandy
 
Die Preisträger des Webvideo-Contests „Best of Billstedt-Horn“ leben gern in ihren Stadtteilen, wie man ihren vielfältigen Beiträgen entnehmen kann: (v. l. ) Maike Huhn, David Dev, Pasha Chandy, Nedzad Karahasanovic, Kord Wopersnow, Uschi Roth und Tobias Otto Foto: Mona Kampe und Superurban

Preisträger des Webvideo-Contest ausgezeichnet

Von Mona Kampe
Billstedt/Horn. Kürzlich wurden die Sieger des Webvideo-Contests „Best of Billstedt-Horn“ gekürt. Die Ergebnisse sind beeindruckend bunt, musikalisch und wollen mit den Klischees über beide Stadtteile aufräumen.
Welches ist eigentlich der schönste Ort in Billstedt oder Horn? Was gefällt Bewohnern an ihrem Stadtteil? Welche Eindrücke haben sie? Diese Fragen stellte das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte bereits im vergangenen Jahr.

Das Projekt

Um ihrerseits einen Eindruck des Entwicklungsraumes aus Anwohnersicht zu gewinnen, startete das Bezirksamt im September einen Webvideo-Contest zum Thema „Best of Billstedt-Horn“. Mit Organisation und Durchführung wurden die steg Hamburg mbH und Superurban beauftragt. Bis März griffen Billstedter und Horner Jugendliche fleißig zur Videokamera oder zum Smartphone und filmten Spannendes, Brisantes, Schönes sowie Kurioses aus ihrem Stadtteil. 13 anderthalbminütige Beiträge wurden eingereicht und im Rahmen der Preisverleihung präsentiert. Von einem Rundgang durch den Stadtteil über modernen Tanz in der U-Bahn, Steeldrums, der Horner Literaturszene bis hin zum Projekt Sonnenland und filmischen Eindrücken von der vergangenen BilleVue war alles vertreten, was den Entwicklungsraum besonders macht.
Mithilfe von Filmregisseur Lars Jessen und einer Online-Abstimmung auf YouTube ermittelte die Jury die Sieger.
Drei Teilnehmervideos stachen – vor allem auf Grund ihrer verhältnismäßig hohen Klickzahlen bei YouTube im Kanal „Best of Billstedt-Horn“ – hervor und wurden von der Jury zu den Top-Drei gekürt: Der dritte Platz ging an Maike Huhn, die in „Billstedt ist unsere Heimat – und das ist gut“ die Quo Vadis Dance Group an ungewöhnlichen Orten wie dem Einkaufscenter oder der U-Bahn tanzen lässt. Platz Zwei belegte David Dev, der den „schönsten Ort in Billstedt“ ausfindig machte und ihn mithilfe weiterer Jugendlicher, der DreamDanceFactory, und einer beeindruckenden Tanzchoreografie auf Schuldächern zum Leben erweckte.
Der strahlende Sieger des Abends war das Rap-Video „Billstedt ist nicht so, wie ihr denkt“ von Pasha Chandy. In ihm singt der junge Anwohner einen selbst geschriebenen Song über Vorurteile sowie Klischees im Stadtteil und räumt ordentlich mit ihnen auf, indem er Billstedt zeigt, wie es für ihn und viele Anwohner ist – multikulturell, lebendig und – seine Heimat.
„Der Dreh hat mir einfach Spaß gemacht“, berichtete der Jugendliche, der auch in seiner Freizeit viel mit der Videokamera unterwegs ist. Er gewann das Nokia Lumia 800, gesponsert von einem großen Medien-Kaufhaus in Hamm. Alle anderen Preisträger erhielten Kinogutscheinpakete. Unter ihnen auch die Engagierteste – Uschi Roth vom Stadtteilverein Horn, die gleich vier Clips einreichte.
„Es freut uns besonders zu sehen, dass so viele Jugendliche sich zu Billstedt-Horn bekennen – und hier ihre Kreativität ausleben, sei es mit Tanz, Musik oder Theater“, so Ursula Groß, Projektleiterin für den Entwicklungsraum Billstedt-Horn im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung. (mk)
Alle Wettbewerbvideos bei YouTube, „Best of Billstedt-Horn“ und auf www.billstedt-horn.hamburg.de

Hier geht es zum Siegervideo: http://www.youtube.com/watch?v=3RukRy3GqQ0
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