Theaterrolle trotz Demenz

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Pilot-Theaterprojekt im Hamburger Osten soll Menschen mit Demenz neue Lebensfreude schenken und einfach Spaß machen Foto: Michael Hagedorn

Pilotprojekt im Hamburger Osten bindet ältere Erkrankte in Kunstaktion ein

Von Mona Kampe
Hamburg. Ein kleines Gedicht, ein kurzer Tanz, ein selbst gemaltes Bild - all diese Arten von Kunst können Menschen mit Demenz Halt geben. Es ist die Freude am Schaffen, das Bewusstsein, etwas Eigenes erschaffen und geschafft zu haben, die Betroffenen Kraft gibt. Ein Pilotprojekt des Netzwerks „Leben mit Demenz im Hamburger Osten“ setzt hier an. Auf Initiative von Anna Hassel, Mitglied der Demenz AG, startete im Frühjahr das ehrenamtliche Theaterprojekt „Kraft durch Kunst und Kultur“, das von dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Hamburg gefördert wird. Junge Schauspielerinnen und über 80-Jährige aus der Einrichtung „Pflegen & Wohnen“ am Bauerberg sprechen über das Leben, Gott und die Welt. Jede von ihnen trägt hierbei selbstbestimmt ihren ganz eigenen Teil auf ihre Weise bei - in Form eines Gedichts, eines gemeinsamen Tanzes zu Pianomusik oder eines kleinen Monologs. „Wichtig ist hierbei vor allem der Spaß an der Sache, etwas Schönes zusammen zu schaffen und fröhliche Momente zu erleben. Viele Beteiligte erleben ein Glücksgefühl, wenn sie erfahren, dass sie kleine Dinge, etwa einige Gedichtverse, noch bewältigen können“, so Susanne Fink-Knodel, Demenzbotschafterin im Mehrgenerationenhaus Billstedt. Die Proben in der Jubilatekirche in der Merkenstraße laufen auf Hochtouren. Ende September präsentieren die Frauen ihre kreativen Produktionen dem Publikum. Das Wochenblatt begleitet das Projekt und stellt auch die Beteiligten vor. Lesen Sie nächste Woche, wie das Theaterprojekt entstanden ist.
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