„Unsere Stärke ist die Integration“

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Die Öjendorfer Jubilate-Kirche steht weiterhin im Mittelpunkt der Aktivitäten rund um Flüchtlinge Foto: fbt

Kirchengemeinden setzen sich weiterhin für Flüchtlinge ein

Billstedt Pastorin Kirstin Faupel-Drevs von der Öjendorfer evangelischen Jubilate-Gemeinde hat sich dafür ausgesprochen, dass es in ihrer Gemeinde auch weiterhin Hilfe für Flüchtlinge gibt. Es sei Billstedts Stärke, dass hier viele Menschen mit Migrationshintergrund lebten; dies helfe bei der Integration.
In der ersten Januarwoche war ein Haus, das für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen ist, von bislang Unbekannten erheblich beschädigt worden: Im Keller und Erdgeschoss wurden sämtliche Wasserhähne aufgedreht und gleichzeitig die Abflüsse verschlossen worden. Nach Angaben der Polizei musste der Keller ausgepumpt werden, weil das Wasser dort einen Meter hoch stand. Pastorin Kirstin Faupel-Drevs ist mit Bewertungen des Vorfalls deutlich zurückhaltend. Eigentlich, so die Theologin zum Hamburger Wochenblatt, lebten in Billstedt viele Menschen mit Migrationshintergrund, die gut miteinander auskämen. Es gebe einen Runden Tisch, der sich für Flüchtlinge engagiere; auch die Pastorin ließ keinen Zweifel daran, dass sich ihre Gemeinde weiter um Flüchtlinge kümmern will – es seien „unsere Schwestern und Brüder“. Sprecher Remmer Koch vom evangelischen Kirchenkreis Hamburg-Ost zufolge ist das Billstedter Gebäude von einer Baugenossenschaft zur Verfügung gestellt worden, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Eine der möglichen Bewohner ist nach Angaben Kochs eine iranische Familie, die sich in einer doppelt schwierigen Situation befindet: Alle drei Kinder sind erheblich erkrankt, die Familie steht deshalb unter Quarantäne. Pastor Frank Engelbrecht von der Hauptkirche St. Katharinen hatte zusammen mit einer Gruppe Ehrenamtlicher vor zwei Monaten für einige Nächte Flüchtlinge in der Hauptkirche untergebracht, damals waren die Iraner erstmals in Hamburg medizinisch versorgt worden. (fbt)
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