Vater fand sein totes Baby in der Küche

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In einem dieser Mehrfamilienhäuser in der Washingtonallee kam ein vierjähriges Mädchen ums Leben. Foto: zz

Familientragödie in der Washingtonallee

Von Jürgen Hartmann
Horn. Am Donnerstag, 30. November, hat sich in einem Mehrfamilienhaus in der Washingtonallee eine Familientragödie ereignet. Als der aus Kamerun stammende 33-jährige Ingenieur gegen 17 Uhr nach Hause kam, fand er seine vier Monate alte Tochter tot auf dem Küchenfußboden. Kurze Zeit zuvor, gegen 14.45 Uhr, wurde eine offensichtlich verwirrte 26-jährige Frau am Bahnhof Legienstraße entdeckt, die dort nackt herumlief. Wie sich herausstellte, handelte es sich um die Mutter des getöteten Mädchens in der Washingtonallee. Die Mutter konnte aufgrund ihres Krankheitszustands bisher von der Polizei noch nicht vernommen werden. Sie kam zu ihrer eigenen Sicherheit in eine Spezialklinik und konnte bis Redaktionsschluss von der Polizei nicht vernommen werden. Die Staatsanwaltschaft Hamburg ordnete aufgrund der besonderen Umstände eine Obduktion der Leiche des Säuglings an. Erste Untersuchungen deuteten auf einen Ertrinkungs- oder Erstickungstod hin. Für die Bestimmung der exakten Todesursache sind weitere Untersuchungen erforderlich. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei richtet sich der Tatverdacht gegen die Mutter des kleinen Mädchens, die wohl seit längerem psychische Auffälligkeiten gezeigt haben und unter Wahnvorstellungen leiden soll. Hinweise auf eine Verwahrlosung des Kindes haben sich bisher aber nicht ergeben.
Der Vater erlitt beim Anblick seiner toten Tochter einen Schock und wird seit dem seelsorgerisch betreut.
Bei Redaktionsschluss dauerten die Ermittlungen noch an.
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