Viel Hoffnung in „Steils‘ Hope“ aus Hamburg

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Sabine Bernecker-Bendixen ist stolz auf die Teilnehmer Foto: ts

Kreatives Weiterbildungsprojekt bereitet auf Arbeitsalltag vor

Hamburg. Für Menschen in Steilshoop, die in verschiedenen Bereichen des Alltags etwas Unterstützung brauchen, gibt es das Weiterbildungsprojekt Sita: Die Abkürzung steht für Stabilisierung, Integration, Toleranz, Akzeptanz – unter der Trägerschaft des „Vereins zur Förderung des Einzelhandels mit Nahrungs- und Genussmitteln e.V“., den die Einzelhändler gründeten, um sich sozial engagieren zu können. Finanziert wird das Projekt vom Jobcenter.
Im Herzen von Steilshoop, an der Gründgensstraße 16, hat sich in den Räumen einer ehemaligen Lagerhalle „Steils’Hope“ niedergelassen. Das ist der Name, den die Teilnehmer der Einrichtung selbst gegeben haben. Und dieser Name ist Programm. Hoffnung geben, auch wenn es zunächst so scheint, als wäre da keine mehr. Mit viel Liebe, Engagement und Ideenreichtum haben Projektleiterin Sabine Bernecker-Bendixen und ihre fünf Anleiter eine Anlaufstelle geschaffen, die für viele Teilnehmer schon fast ein zweites Zuhause geworden ist.
In drei Gewerke ist der Standort aufgeteilt: Das „Hope‘ Restaurant“, in dem von Teilnehmer für Teilnehmer gekocht wird. Hausmannskost, mit Hingabe zubereitet. Kein Kantinenessen, sondern echte Mahlzeiten. Jedes Gericht – die Mittagskarte wechselt täglich – kostet zwischen 2,50 und 3 Euro.
Teilnehmer des Projekts sind Personen, die durch Nachweis des Bezugs von ALG II (sowie Bafög, Rente, BaB und Wohngeld) eine Kundenkarte bekommen und somit berechtigt sind, am Essen und den anderen Angeboten teilzunehmen. Die anderen Angebote, das sind das Sozial-Kaufhaus „Dschungelkiste“ und die Kreativwerkstatt „Hopes‘ Werkstatt“. Gerade zur Stabilisierung der Teilnehmer sei so ein bunt gefächertes Angebot besonders wichtig. „Nicht jeder kann sich sofort wieder in einen Arbeitsalltag einfinden. Manche Menschen brauchen Kreativität um wieder Fuß zu fassen“, so Leiterin Sabine Bernecker-Bendixen. Und kreative Köpfe scheint es einige zu geben. Vom handgeknüpften Teppich, über eine tolle Wanddeko des Restaurants bis hin zu genialen Sitzmöbeln, gefertigt aus alten Euro-Paletten, reicht die Liste. „Alles in diesem Projekt, in diesen Räumen stammt von den Teilnehmern selbst. Es ist ein in sich funktionierendes System“, so Bernecker-Bendixen. (ts)
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Thomas - Horatiu Reinhardt aus Alsterdorf | 22.11.2014 | 14:35  
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