Viel Interesse an Hammer Messe

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Die Gewerbeschule betrieb auf der Hammer Messe einen Bücherflohmarkt. Schüler mit Migrationshintergrund oder einer Fluchtgeschichte waren beim Verkauf im Einsatz Foto: cy
 
Freiraummanager Thomas Berg im Gespräch Foto: cy

Premiere gelungen: 35 Institutionen und Vereine stellten ihre Angebote vor

Von Cetin Yaman
Hamm
Unter dem Titel „Hamm ist eine Messe wert“ präsentierten 35 Institutionen und Vereine aus dem Stadtteil in den Räumen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hamm im Horner Weg. Die unter anderem von der Initiative “Hamm’ wir alles” organisierte Veranstaltung stieß auf großen Zuspruch.
Das vielfältige Angebot umfasste von Kochen (Modern Dining), Musik (Sänger Akademie), Wohnen (unter anderem: Stiftung Wohnungsgenossenschaft 1902 und 1904) über Hilfsorganisationen (u.a. Deutsche Hilfsgemeinschaft) bis hin zu Freizeitaktivitäten (Schachfreunde Hamburg) alles, was die Bürger im Stadtteil interessiert. Am Abend zeigte das „Theater kurz vor’m Durchbruch“ das Stück „First Ladies of the Third Reich – Eine Trilogie des Bösen“, anschließend gab es noch musikalische Aufführungen, den Abschluss bildete die Band Gap the Mind.

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reiräume aufwerten


Ebenfalls mit einem Stand vertreten war die BIG Städtebau, die ihr Freiraumkonzept für den Stadtteil – „Spot ON Hamm Horn“ - präsentierte. Freiraummanager Thomas Berg und sein Team erläuterten den interessierten Besuchern die Idee, gemeinsam mit den Bürgern Freiräume in Hamm und Horn zu entdecken und entwickeln. „Freiräume wie Parks, Plätze und Wasserflächen sind maßgeblich für den Wohlfühlfaktor im Stadtteil. Wir wollen über konkrete Projekte und Aktionen die Freiräume in den Stadtteilen Hamm und Horn verbessern“, sagt Berg. Das Freiraumkonzept wir von den Planungsbüros Breimann & Bruun und BIG-Städtebau bearbeitet und von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt/Abteilung Landschaftsplanung und Stadtgrün in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte begleitet. Aktuell werden die Bürger dazu befragt, auch auf der Messe konnten dazu viele interessante Gespräche geführt werden. Das auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt hat das Ziel, fünf bis sechs Schwerpunkträume in Hamm und Horn zu entwickeln und zu qualifizieren (aufwerten). „Als ein Beispiel wurde der Löschplatz im südlichen Hamm genannt. Ein bisher eher vergessener Platz, den man gut verwenden könnte“, so Berg weiter. Auch die Einrichtung einer Laufstrecke im Hammer Park wurde von einigen Standbesuchern als Wunsch vorgetragen. Eine Planungswerkstatt aus 25 Interessenvertretern von verschiedenen Gruppen trifft sich dazu regelmäßig um die weiteren Aktivitäten mit privaten und öffentlichen Grundeigentümern zu koordinieren.
Viel Zulauf hatte auch die Idee des Bücherflohmarkts der Gewerbeschule 8. Das Lehrerkollegium hatte für diesen Zweck Bücher gesammelt und zur Verfügung gestellt. Sechs Schüler aus Eritrea, Afghanistan und Bulgarien verkauften diese auf der Hammer Messe. „Die Jugendlichen können dabei auch gleich ihre frisch erworbenen Sprachkenntnisse anwenden“, so Andreas Beyerle von der Gewerbeschule. Gut aufgenommen wurde das Konzept der Künstlerin Franziska Seifert, die dem Stadtteil eine Skulptur schenken will und jetzt Standort-Wünsche sammelt. Besucherin Ilse Offermann meinte: „Am Ende der Marienthaler Straße, am Neuen Weg, könnte ich mir das gut vorstellen. Ich selber wohne am Ende der Griesstraße und könnte das Kunstwerk dann jeden Tag sehen“.
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