Viel Potenzial in Hamburgs Osten

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600 Interessierte lauschten den Ausführungen in der MagnusHall
 
Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau

Infoabend über Baupläne: 20.000 neue Wohnungen an Bille und Elbe

Horn. Das Interesse war riesig: Fast 600 Menschen zog es am vergangenen Freitag in die MagnusHall an der Amsinckstraße. Sie waren gekommen, um sich auf einer Veranstaltung der „Stadtwerkstatt“ über die Pläne des Senats zur „Ost-Erschließung“ Hamburgs zu informieren. „Stromaufwärts an Elbe und Bille -Wohnen und urbane Produktion in HamburgOst“ - unter diesem Motto skizzierten Politiker und Experten, wie die im Krieg weitgehend zerstörten Stadtteile Rothenburgsort, Hamm, Horn, Billbrook, Billstedt und Hammerbrook in Zukunft gestaltet werden könnten. Ein über 4.000 Hektar großes Gebiet, in dem über 160.000 Einwohner leben - in 10 bis 20 Jahren könnten es bis zu 50.000 mehr sein!

Bürger beteiligen

„Es sind unscheinbare Stadtteile mit eher verborgenen Qualitäten“, so Stadtentwicklungs-Senatorin Jutta Blankau in ihrer Eröffnungs-Ansprache, „es sind bislang vernachlässigte Gebiete mit hohem Potential, auf die wir in Zukunft nicht verzichten möchten!“
Angesichts eines prognostizierten Einwohner-Anstiegs Hamburgs um 100.000 Menschen bis zum Jahr 2030 bekommt nun der Osten der Stadt große Aufmerksamkeit. Blankau: „Wir möchten ein intelligentes Konzept entwickeln und gemeinsam mit den Bürgern umsetzen, in dem Wohnen und Arbeiten innerhalb eines Quatiers wieder verträglich zusammen geführt werden. Und wir werden darauf achten, dass auch ausreichend preiswerter Wohnraum entsteht!“ Bis zu 20.000 Wohnungen sollen nach vorläufiger Planung n den nächsten 20 Jahren „stromaufwärts an Elbe und Bille“ gebaut werden - möglichst viele in Uferlagen an den beiden Flüssen und zahlreichen Kanälen. Oberbaudirektor Professor Jörn Walter umriss anschließend im „Schnelldurchlauf“ die Planungen bzw. Visionen für die inzelnen Quartiere. „Obwohl zum Beispiel in Hammerbrook gerade ein Projekt mit 2.000 Wohnungen realisiert wird, liegen manche Flächen in diesem city-nahen Stadtteil brach“, erklärte er die Chancen für dieses Gebiet. Beispiel Hamm-Süd - hier sieht der „Bau-Chef“ großes Potential am Mittellandkanal parallel zur Eiffestraße: „Das wäre eine tolle Wohnlage - heute stehen dort Garagen und Autohäuser!“ Beispiel Rothenburgsort: „Dort gibt es den wunderschönen Elbpark Entenwerder, gegenüber die „Wasserkunst Kaltehofe“ - eine hervorragende Situation für Wohnen und innovatives Gewerbe! Wir müssen und wollen diesem ehemals pulsierendem Stadtteil wieder ein unverwechselbares Gesicht geben!“ Beispiel Billstedt - hier möchte Walter das Zentrum stärken, Baulücken schließen, dem „Einfallstor“ aus Richtung B 5 an der Billstedter Hauptstraße mehr Profil geben. Außerdem könnte er sich am Rande des Öjendorfer Sees entlang der Glinder Straße eine naturnahe Gartenstadt vorstellen.

Noch Planspiele

Beispiel Horn: Eine Wohn-Verdichtung rund um die U-Bahn-Station „Horner Rennbahn“ sowie auch eine optische Öffnung der Galopp-Rennbahn, die man parkähnlich gestalten und für die Anwohner attraktiv machen könnte.
In einer ersten kurzen Fragerunde wollte Zuhörer Andreas Görtz von der „Rudervereinigung Bille“ wissen, warum den laut Plan ein Hochhaus genau dort eingezeichnet ist, wo jetzt das Vereins-Bootshaus steht. Mitte-Bezirksamtsleiter Andy Grote konnte ihn beruhigen: „Das sind alles nur vorläufige Planspiele. Keine Sorge, ihr Bootshaus bleibt erhalten ...!“
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