Wie die Zeit galoppiert an der Horner Rennbahn

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Im April 1912 Jahren wurde die Haupttribüne eingeweiht Quelle: Archiv der Geschichtswerkstatt Horn

Geschichtswerkstatt Horn zeigt am Donnerstag spannenden Bilder-Vortrag

Hamburg. Sie ist die Oase in Horn und einmal im Jahr sorgen die galoppierende Pferde auf ihr für bundesweites, wenn nicht sogar weltweites Interesse an unserem Stadtteil: Die Horner Rennbahn.
Die ehemalige Gemeindewiese an der Grenze zu Wandsbek hat eine lange Geschichte. Am 27. Juni 1855 fand hier erstmals ein Pferderennen statt. Auf imposanten Holztribünen nahmen die Besucher Anteil an den Rennen. Nachdem diese immer wieder umgebaut und vergrößert wurden, beschloss der Rennclub 1910, neue Tribünen aus Beton zu errichten. Nach nur zehnmonatiger Bauzeit wurde vor über 100 Jahren mit dem Frühjahrsrennen am 28. April 1912 die heutige Haupttribüne und die 1999 abgerissene kleine Tribüne eingeweiht. Damals entstanden ebenfalls das Wagengebäude, der Musikpavillon und die Unterführung des Geläufs.

Als der Kaiser in Horn vorbeischaute

Für einen echten Rundgang über das Geläuf wäre es mittlerweile wohl zu kalt. Darum haben die Hobbyhistoriker der Geschichtswerkstatt Horn das Fotomaterial digitalisiert und zeigen es nun bei einem gemütlichen Lichtbildervortrag. Dazu gibt es viele Informationen rund um das Renngeschehen und mit historischen Fotos erlebt das Publikum quasi noch einmal die Zeiten, als der Kaiser zu Gast in Horn war.

Ferner erfahren sie unter anderem, woher das Derby seinen Namen hat und warum die Rennbahnstraße vor und nach jedem Rennen früher kurzfristig gesperrt werden musste. Erstmalig zeigt man auch einen Blick in den Rundbunker neben der Tribüne, der den prominenten Nazigrößen Schutz bei einem Angriff bieten sollte.
Zum Abschluss schaut man noch in die Zukunft, in der sich die Galopper das Geläuf mit den Trabern teilen sollen. Damit würde sich zumindest ein Problem schlagartig lösen: Pressemeldungen mit der Überschrift „Auf der Trabrennbahn in Hamburg-Horn …“ wären dann zumindest teilweise richtig und die Horner bräuchten nicht mehr über die falsche Bezeichnung mit dem Kopf schütteln. (wb)

Donnerstag, 27. November, 19 Uhr, im alten Gemeindehaus der Martins-kirche (Bei der Martinskirche 2). Eintritt: 4 Euro. Die Veranstaltung dauert ca. 90 Minuten. Die Besucher können an dem Abend den druckfrischen „Horn-Kalender 2015“ und das Buch über die Horner Straßennamen erwerben
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