Wirbel um Parkbänke

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Die Zukunft der Bänke auf dem Fegro-Gelände hängt von den entstehenden Kosten ab: Ist die Demontage billiger, verschwinden die Bänke Foto: Neschki

Letzte Entscheidung trifft die Fegro

Billstedt. Auf der kleinen Grünfläche Glinder Straße Ecke Willinghusener Weg stehen fünf völlig verwahrloste Bänke, die laut Bezirksamt Hamburg-Mitte demnächst vom Besitzer, der Fegro, entfernt werden.
Doch das will die CDU-Fraktion des Bezirks vermeiden. Denn genau diese Grünfläche sollte nach einstimmigem Beschluss der Bezirksversammlung und des Regionalausschusses Billstedt vom Juni dieses Jahres mit neuen Parkbänken und Abfallbehältern aufgebessert werden. Aber nicht nur die Bänke sind in einem erbärmlichen Zustand, auch das Gelände jeweils rund um die Bankreste ist komplett verdreckt. Jetzt stellt sich die Frage, wem eigentlich was gehört und warum der Zustand der Bänke und der Platz, auf dem sie stehen, dermaßen vernachlässigt wurde. Dazu Fegro-Geschäftsleiter Torsten Boeck: „Wir warten auf die Angebote drei von uns angeschriebener Tischlereien. Wenn es kostengünstiger ist, die demolierten Bänke abzumontieren, als sie zu reparieren, werden diese zukünftig dort nicht mehr stehen. Wir waren bislang immer davon ausgegangen, dass die Bänke der Stadt zugeordnet sind. Wer aber die Müllbehälter demontiert hat, ist mir nicht bekannt.“
Laut Robin Yalcin (CDU), Bezirksabgeordneter in Hamburg-Mitte, wurde diese Fläche vor Jahren der Fegro für den Bau des Marktes, mit der Auflage sie zu pflegen, zur Verfügung gestellt. „Dazu gehört natürlich auch die Pflege der Bänke,“ erklärte er. „Dass sich das Bezirksamt damit über einen einstimmigen Beschluss hinwegsetzt,“ so Yalzin weiter, „ist nicht hinzunehmen, und ich werde dies erneut gegenüber der Verwaltung einfordern. Hier könnte mit wenig Aufwand viel für die Aufenthaltsqualität an dieser Stelle getan werden.“
Das Bezirksamt hält sich bedeckt, erklärte aber, dass die Büsche und Hecken demnächst gekürzt werden, damit die Verursacher des Mülls zukünftig besser gesehen werden können. Auch für den Weg innerhalb des „Parks“ sei die Behörde zuständig, allerdings nicht zwangsläufig auch für die Schneebeseitigung. Und was die Bänke betrifft, so die Pressestelle des Bezirksamta, hat die Behörde keinen Einfluss. Die gehören der Fegro und damit können sie mit den Bänken machen was sie wollen.
Auf die Frage, wem denn das Grundstück vor dem Fegro-Gelände konkret gehöre und wie genau die Grundstücksgrenzen verlaufen, konnte von beiden Seiten keine genaue Auskunft erteilt werden. (mn)
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2 Kommentare
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Erich Heeder aus Billstedt | 13.12.2012 | 14:44  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 19.12.2012 | 09:36  
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