Zuviel P & R in Hamburg-Billstedt

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Die P+R-Anlage am U-Bahnhof Steinfurther Allee Fotos: güb

SPD für „moderate Gebühren“. Thema im Bezirksplenum

Von Günther Brockmann
Billstedt. Park and Ride ist in den letzten Wochen in Hamburg heiß diskutiert worden. Die Forderung der Stadt nach Gebühren für das Parken des eigenen Autos auf P+R-Anlagen beim Umsteigen auf die Bahn sorgte für Aufregung. Das Thema Park and Ride steht auch auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksversammlung Mitte am morgigen Donnerstag, 19. September, um 17.30 Uhr in der Aula der Schule auf der Veddel (Slomanstieg 1-3). Die SPD-Fraktion wird den Antrag „Park and Ride in Billstedt verbessern“ einreichen.
„Es gibt mindestens zwei gute Gründe, Park and Ride zu fördern. Umweltschutz und eine verträgliche Verkehrsauslastung der innerstädtischen Bereiche. Gleichzeitig dürfen die Stadtränder nicht mit Fremdparkern überfrachtet werden. Hier haben wir in manchen Gebieten Billstedts eine Grenze erreicht“, sagt Kerstin Gröhn, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte.
Park and Ride Kapazitäten in Billstedt sind längst überlastet. Pendler stehen in Wohnstraßen und auf öffentlichen Parkflächen und nehmen dort Raum ein, der den gesamten Tag über für Anwohner, Besucher und Kunden anliegender Geschäfte nicht mehr zur Verfügung steht. Pendler brauchen nach Meinung der SPD-Fraktion die Möglichkeit, in unmittelbarer U-Bahnnähe ohne zeitliche Verzögerung einen Platz für ihr Fahrzeug zu finden. Dies erhöht die Attraktivität von Park and Ride. „Gegen geringe Gebühren für Park and Ride ist aus meiner Sicht grundsätzlich nicht einzuwenden. Es muss aber beachtet werden, dass diese Kosten für die Nutzer noch zu den hohen HVV-Preisen hinzukommen. Wenn es günstiger ist, den ganzen Weg mit dem Auto zu fahren als eine Monatskarte und Parkgebühren zu zahlen, ist das Ziel verfehlt. Hieran muss sich eine mögliche Gebühr für die Nutzung einer P+R-Anlage messen lassen“, macht Kerstin Gröhn deutlich.
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