Hier gibt es Hilfe

Anzeige
(v.l.n.r.) Silke Steinbeißer, Robert Bollhöfer, Susann Benheim, Ute Stellmacher, Andrea Hahne organisieren das ParkIn in Billstedt Foto: Neschki

Das ParkIn ist für jeden da

Billstedt. SOS! Sicherlich ist jedem von uns schon mindestens einmal im Leben diese Buchstabenkombination über den Weg gelaufen. Nicht im engen Sinne des Wortes aber vielleicht in geschriebener- oder gerufener Form. SOS ist ein internationales Notsignal und bedeutet Save Our Souls – Rettet unsere Seelen.
In Billstedt gibt es eine Einrichtung, die auch Seelen rettet und das schon seit fast 20 Jahren. Es ist eine von der Heilsarmee ins Leben gerufene Institution, die sich Park-In nennt und ihren Sitz im sanierten Parkhaus am Öjendorfer Weg hat.
In dieser Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Suchtproblemen kehren täglich Menschen in schwierigen Lagen ein, die schon seit vielen Jahren „SOS rufen“, hier gehört werden und Hilfe bekommen. Slogan des Park-Ins: „Suchtmittelfrei leben oder Suchtmittelkonsum reduzieren?!“ Diese Niedrigschwellige Suchtberatungsstelle hat den täglichen Kampf gegen Alkohol und Drogen angenommen und gibt Abhängigen ein Zuhause, in dem die Hilfebedürftigen unter anderem sich und ihre Wäsche waschen können, etwas zu essen und zu trinken bekommen, sich aufwärmen können oder einfach nur die menschliche Wärme erhalten, die sie auf der Straße oder in ihren vier Wänden so sehr vermissen. Hier kann jeder seine Sorgen und Nöte vortragen und jedem wird geholfen, auch und erst recht denen, die sich für einen Entzug entschließen. Alle können sich im Park-In sowohl in Einzel- als auch in Gruppengesprächen beraten lassen. Im Gegensatz zu den Hochschwelligen Beratungsstellen, finden hier alle Einlass, in welchem Zustand auch immer.
Sämtliche Gäste bekommen täglich warmes Essen und alkoholfreie Getränke. Und wer völlig „abgerissen“ erscheint, wird auch schon mal komplett neu eingekleidet. Zudem ist dreimal die Woche eine Ärztin im Hause, die übrigens keine Prxisgebühr nimmt und im schlimmsten Fall – auch ohne entsprechender Versicherung – diesen Menschen ins Krankenhaus oder zu einem Spezialisten überweist.
Geleitet wird diese Einrichtung von der Bürokauffrau Sabine Mähnert (44), die für die Dienstkoordination zuständig ist und vom ehemaligen Hotelkaufmann und heutigen Dipl. Sozialpädagogen Rüdiger Kopp (58), der nicht nur aufgrund seines Diploms weiß, wovon er spricht. Trotz Zuwendungsfinanzierung ist das Geld knapp. „Von daher sind wir auf Spenden jeglicher Art angewiesen,“ so Rüdiger Kopp. Dabei spielt es keine Rolle, ob zum Beispiel die noch gut erhaltenen Jeans oder anderen Kleidungsstücke ein Loch oder die Schuhe schiefe Absätze haben. „Wir haben hier in unserer Einrichtung sehr kreative und handwerklich begabte Mitarbeiter, die all das auch wieder in Ordnung bringen können,“ so Rüdiger Kopp weiter. Von daher wäre es schön, wenn sich Bürger aus der Umgebung entschließen könnten, ansatzweise gut erhaltene Kleidungsstücke, die nicht mehr getragen werden, hier abzugeben. (mn)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige