Hamburg: Weniger Einbrüche, mehr Sexualdelikte

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Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016: Ralf Martin Meyer (2.v.l.) und Innensenator Andy Grote (2.v.r.) auf der Pressekonferenz der Polizei Hamburg Foto: wb

Kriminalstatistik Hamburg 2016: Innensenator sieht aber „mehr Licht als Schatten“

Hamburg Der Polizeipräsident Ralf Martin Meyer ist „stolz wie Bolle“ und Innensenator Andy Grote (SPD) spricht von „mehr Licht als Schatten“. Bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2016 klopften sich Polizei und Politik gegenseitig und vor allem den rund 8.000 Beamten auf die Schulter.

Soko „Castle“

Insgesamt zählte die Polizei im vergangenen Jahr 239.230 Taten, das sind 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 43,8 auf 44,8 Prozent. „Die deutlich gesunkenen Zahlen vor allem bei den Wohnungseinbrüchen, aber auch bei den Taschendiebstählen sind Belege einer sehr erfolgreichen Polizeiarbeit“, sagt Andy Grote. Dabei meint er wohl auch die erfolgreiche Arbeit der Sonderkommission „Castle“, die seit 2015 gegen die organisierte Einbruchskriminalität kämpft. Sie haben vor allem ausländische Banden im Visier, die in Hamburg zuschlagen. Insgesamt wurden in der Hansestadt 1.496 weniger Wohnungen und Häuser aufgebrochen als noch in 2015. Zudem scheitern immer mehr Einbrecher an gut gesicherten Fenstern und Türen, „was ein gemeinsamer Erfolg von Bürgern und polizeilicher Präventionsarbeit ist,“ so Grote.

Hamburg ist sicherer geworden

Die Zahl der erfassten Taschendiebstähle sank laut Statistik auf einen historischen Tiefststand um 11,2 Prozent auf 2.447 Taten. Erstmals in der Statistik erfasst wurden Tatverdächtige mit einem Flüchtlingsstatus. Aus dieser Personengruppe waren 6.780 Menschen auffällig, 4.031 davon in Hamburg registriert. Das entspricht einem Anteil von 7,8 Prozent aller Flüchtlinge in Hamburg. „Hamburg ist ein Stück sicherer geworden“, sagt Innensenator Andy Grote. In Zukunft sollen 500 zusätzliche Polizisten für anhaltend mehr Sicherheit sorgen. (mdt)
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