Hof in Billstedt brennt erneut

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Einen Tag nach den Ereignissen war das Grundstück abgesperrt Foto: Timm

Sechs Einsätze in einem Jahr – Polizei ermittelt. Fünf Verdächtige vorläufig festgenommen

Billstedt Der Brand eines Schuppens auf einem verlassenen Bauernhof An der Steinbek beschäftigt die Polizei, die fünf Tatverdächtige vorläufig festgenommen hat. Am Montag vergangener Woche wurde Kirchsteinbek von lautem Martinshorn-Geheul aus der Feierabendruhe gerissen. Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger zufolge waren insgesamt 34 Einsatzkräfte zum Grundstück An der Steinbek 36 geeilt, um einen brennenden Schuppen zu löschen. Die Polizei war ebenfalls tätig: Fünf junge Männer im Alter zwischen 19 und 26 Jahren seien von Beamten der Kommissariate 42 und 43 vorläufig festgenommen worden – sie sollen sich kurz zuvor auf dem Gelände aufgehalten haben. Das Quintett hat nach Polizeiangaben keine Aussagen gemacht und ist „mangels Haftgründen“ wieder entlassen worden; die Männer sind laut Polizeisprecherin Heike Uhde nicht polizeibekannt. Bemerkenswert ist der Fall, weil es auf dem verlassenen Bauernhof seit August 2015 inzwischen schon fünf Mal gebrannt hat – es hat stets Ermittlungen der Polizei gegeben, die aber keine Tatverdächtigen zutage förderten. Ist denn die Feuerwehr auf den Besitzer wegen der sich wiederholenden Feuer zugegangen? Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger wendet ein, dass man gegen Brandstiftung wenig tun könne. Bei brandschaupflichtigen Objekten – Schulen, Altenheime, Warenhäuser – würden Standards kontrolliert, „die allermeisten Betreiber halten sie sehr gut in Ordnung“. Maßgeblich sei dabei, ob Publikumsverkehr stattfinde. Der Brandort liegt jenseits des Billstedter Geschehens im Grünen. Das Gelände war am Tag nach dem Brand als Tatort markiert und abgesperrt. Zu sehen war nur ein verbrannter Dachstuhl des früheren Wohngebäudes, ansonsten war alles verlassen und zugewachsen. Die Polizei konnte zum Redaktionsschluss noch keine weiteren Ermittlungsergebnisse vermelden. Laut Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland befindet sich das Brandgrundstück in Privatbesitz, zu Plänen lägen keine Anträge vor. Es sei außerdem Teil eines Landschaftsschutzgebietes. (fbt)
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