Polizei Hamburg warnt vor Trickdieben

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Trickdiebe finden immer neue Maschen, um vor allem Senioren Bargeld und Schmuck zu stehlen Symbolfoto: thinkstock

Die Betrugsmethoden der Banden werden immer dreister und kreativer. Hier die aktuellen Betrügermaschen und Tipps der Polizei

Von Stefan Dombert
Hamburg
In Hamm, Horn, Billstedt und Rothenburgsort steigt die Zahl der Trickbetrügereien und -diebstähle in letzter Zeit dramatisch an. Organisierte Banden haben es dabei vor allem auf Senioren abgesehen. Diese werden schon häufig auf der Straße beobachtet und ausgespäht. Die Betrugsspezialisten vom PK 41 raten insbesondere Senioren zu erhöhter Vorsicht – und kennen die aktuellen neuen Methoden der Verbrecherbanden, sich Zutritt zu den Wohnungen der älteren Mitmenschen zu verschaffen.

Methode 1 – die Handwerker-Masche


„Guten Tag, wir arbeiten auf der Baustelle gegenüber und müssen ihre Wasserleitung überprüfen“ – einige Banden tricksen Senioren mit dieser Masche aus. Während diese dann in der Küche stehen und das Wasser laufen lassen sollen, kommen Komplizen in die Wohnung und suchen nach Schmuck und Bargeld.

Methode 2 – die Ermittler-Masche


Oft rufen angebliche Polizeibeamte an und erzählen den Senioren, dass bei ihnen eingebrochen wurde und Fingerabdrücke gesichert werden müssen. Dann wird ein Verbrecher mit gefälschtem Dienstausweis losgeschickt, um Bargeld und Schmuck abzuholen – angeblich für eine Untersuchung im Labor. Doch auch direkt vor der Haustür oder am Briefkasten fangen die Banden die Senioren ab und erzählen von einem Einbruch, der niemals stattgefunden hat. Bargeld und Schmuck werden gleich mitgenommen – um angeblich Spuren daran zu sichern.

Methode 3 – die Telefon-Masche


Die organisierten Verbrecher nutzen gern das Telefon, um Kontostand, Kontodaten, Vermögensauskünfte oder Informationen über Bankschließfächer zu erfragen. Meist geben sie sich auch bei dieser Masche als Polizeibeamte aus – auf dem Display erscheint durch einen technischen Trick sogar die 110 als Anrufer. Sie schicken Senioren zur Bank, um Geld abzuheben oder Wertgegenstände aus dem Schließfach zu holen.

Banden werden immer kreativer


Diese Methoden sind die, die aktuell von den organisierten Banden angewandt werden. Sie feilen jedoch stets an neuen Betrugsmaschen. Deshalb sollten gerade Senioren immer vorsichtig sein. Gut ist es, wenn Nachbarn und Verwandte das Gespräch suchen und so dabei helfen, die nötige Ein- und Umsicht zu erzielen.

Neun goldene Regeln der Polizei


1. Lassen Sie niemanden
in Ihre Wohnung, den
Sie nicht kennen.
2. Legen Sie immer die Kette vor, wenn Sie die Wohnungstür öffnen.
3. Keine Pakete „für
Nachbarn“ annehmen.
4. Lassen Sie nie von Fremden Ihre Einkäufe tragen.
5. Handwerker müssen vom Vermieter angemeldet sein.
6. Steht ein Polizist vor Ihrer Haustür, rufen Sie unbedingt 110 an und lassen Sie sich den Einsatz bestätigen.
7. Echte Polizisten lassen sich keine Wertgegenstände zeigen.
8. Keine Auskünfte am Telefon über Kontostand, Kontodaten oder eventuelle Schließfächer.
9. Rufen Sie lieber einmal öfter 110 an – es ist eine Service-Nummer
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