Sozialabgaben nicht gezahlt

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Der Chef einer Gerüstbau-Firma führte für seine Angestellten keine Sozialabgaben ab. Der Schaden beträgt 180.000 Euro Symbolfoto: thinkstock

Gerüstbau-Boss droht Gefängnis

Rothenburgsort Er führte eine renommierte Gerüstbau-Firma in der Billstraße in Rothenburgsort. Seine vielen Mitarbeiter bekamen immer ihre Löhne. Doch dass man für seine Arbeiter auch Sozialabgaben zahlen muss, fand Firmenchef Djevahir L. (34) nicht so wichtig. Deshalb muss sich der aus Mazedonien stammende Gerüstbau-Unternehmer derzeit vor dem Amtsgericht-Mitte verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm „Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt“ vor. In 133 Fällen sollen für bei ihm beschäftigte Gerüstbauer die Sozialabgaben wie Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung nicht gezahlt worden sein. Der Schaden beläuft sich auf eine Gesamthöhe von rund 180.000 Euro.
Dem angeklagten Gerüstbau-Boss wird der Gang ins Gefängnis wohl nicht erspart bleiben. Er ist wegen Steuerhinterziehung vorbestraft, wurde deshalb erst vor kurzer Zeit zu einer Bewährungsstrafe auf zwei Jahre verurteilt. Der Prozess wird fortgesetzt. Ein abschließendes Urteil wird voraussichtlich am 4. Mai vom Richter gesprochen. (je)
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