Vierjähriger allein in der S-Bahn

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Zwei Bundespolizisten kümmern sich um den Kleinen und begleiten Jan-Philipp zu „seinem“ Polizeiauto Foto/Videoprint: Bundespolizei

Im Polizeiauto wurde der Kleine zurück zur Mutter gebracht

Hammerbrook. Was hatte dieser kleine Junge bloß geweint! So doll, dass Passanten in einer S-Bahn Mitarbeiter der Bahn auf den Steppke aufmerksam machten. Schon kurze Zeit später konnte seine Mutter ihn in die Arme schließen.
Es war das glückliche Ende einer kleinen Odyssee vom Hauptbahnhof bis Hammerbrook.
Aber von vorne: Weinend wandte sich eine Frau am 16. Januar gegen 16.40 Uhr an Beamte der Bundespolizei am S-Bahnsteig im Hamburger Hauptbahnhof. Verzweifelt berichtete die 27-Jährige den Beamten, dass ihr vierjähriger Sohn Jan-Philipp kurz zuvor in eine S-Bahn der Linie S 3 Richtung Neugraben gesprungen sei. Die Türen hatten sich geschlossen und die Bahn war mit dem Jungen abgefahren. Die 27-Jährige stand mit einem Kinderwagen und ihrer kleinen Tochter am Bahnsteig und hatte keine Möglichkeit, ihrem Sohn zu helfen. Umgehend machten sich Bundespolizisten mit einem Funkstreifenwagen auf dem Weg zum nächsten S-Bahnhaltepunkt, der Station Hammerbrook. Dort entdeckten sie den Kleinen in Begleitung des Triebfahrzeugführers.
Die Bundespolizisten fragten den Vierjährigen, ob er einmal mit einem Polizeiauto fahren wolle. So überzeugt von der Idee schien der Steppke allerdings zunächst nicht zu sein; die Tränen flossen weiter. Erst als Jan-Philipp das eingeschaltete Blaulicht des Wagens sah, hörte er auf zu weinen und stieg mit strahlenden Augen in „sein“ Polizeiauto ein. Am Hauptbahnhof warteten seine Mutter samt kleiner Schwester bereits auf ihn und der „Familienzusammenführung“ stand nichts mehr im Wege. (mr)
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