Hamburg: Testspiele als Top-Training

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Obwohl Matthias Juckel nach einem Anriss des Außenmeniskus mehrere Spiele pausieren musste, ist der 30-jährige Stürmer mit acht Treffern hinter Marco Braesen (9) zweitbester Torschütze des MSV Foto: th
 

So bereitet sich Landesligist MSV Hamburg auf Klassenerhalt vor

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Für die Kicker des Landesligisten MSV Hamburg hat am vergangenen Montag die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison begonnen. Mit derzeit 20 Punkten hat der Aufsteiger als Tabellenelfter zwar nur vier Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, doch ist man an der Kandinskyallee zuversichtlich die Klasse halten zu können, zumal in den ersten Spielen im neuen Jahr drei Gegner warten, die zu schlagen sein müssten.

Lehrgeld bezahlt

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Trainer Kenny Lorenzen nicht unzufrieden, auch wenn sein Team als Aufsteiger zu Beginn der Serie viel Lehrgeld bezahlen musste, als es gegen Vorwärts-Wacker (1:2), Süderelbe (2:2) und Schwarzenbek (2:3) gleich dreimal hintereinander in der Schlussphase sicher geglaubte Punkte verspielte. Mit ein Grund dafür war sicher auch der Ausfall der beiden Innenverteidiger. Kapitän Florian Blohm zog sich vor Beginn der Serie im ersten Pokalspiel gegen den SV Nettelnburg-Allermöhe (3:1) einen doppelten Außenbandriss zu und musste sieben Partien pausieren, während Lasse Ohmsen, dessen nach der letzten Serie erlittene Handverletzung sich erst drei Monate später als ein Kahnbeinbruch herausstellte und eine komplizierte Operation zur Folge hatte, nach zwei Einsätzen erst jetzt wieder fit ist. Auch Stürmer Matthias Juckel, der bislang acht Tore erzielte, musste nach dem 3. Spieltag mit einen Anriss des Außenmeniskus mehrere Wochen pausieren. Im weiteren Verlauf der Saison kamen die Mümmelmannsberger besser in Tritt, wobei aber Licht und Schatten wechselten. In den letzten acht Spielen gab es immerhin vier Siege. Eine Top-
leistung bot das Team direkt vor der Winterpause in der zweiten Halbzeit gegen den SC Schwarzenbek, den man nach 1:1-Pausenstand noch mit 5:2 bezwang. Für eine Überraschung sorgte der MSV im Oddset-Pokal mit einem 1:0-Erfolg über den Oberligisten SC Vier- und Marschlande (Torschütze Lukas Therkorn), und auch in Runde vier gegen Regionalligist SC Victoria verkaufte man sich trotz 0:1-Niederlage über alle Erwartungen gut. Im Spielerkader gab es bereits während der Hinserie einige Abgänge, die allerdings unter dem Strich keine Schwächung bedeuteten. Nicht mehr dabei sind Dennis Kubista (derzeit vereinslos), Nils Hansen (jetzt FC Elazig Spor), Marc Wiench (jetzt Barsbütteler SV II) und Shain Olfat, der aufgrund seines Studium wieder nach Kiel zurückkehrte. Der einzige echte Zugang ist Bryan Aguilar, ein Mittelfeldspieler vom Kreisligisten SC Persia. Mit Dimitri Bujmov, der seit Saisonbeginn mittrainiert und sich inzwischen deutlich verbesserte, rückte ein weiterer Spieler in den jetzt 21-köpfigen Kader.

Sieben Testspiele

Das Vorbereitungsprogramm des Landesligisten hat es in sich. Gleich sieben Testspiele stehen innerhalb von zwei Wochen auf dem Programm, davon vier auf der Sportanlage Kandinskyallee. Gegner sind dort der FSV Geesthacht (19.1., 13.30 Uhr), Blau-Weiß Schenefeld (24.1., 19.30 Uhr), SV Billstedt-Horn (26.1., 14 Uhr) und der ETSV Hamburg (2.2., 14 Uhr). „Spiele bringen uns einfach weiter“, erklärt Trainer Kenny Lorenzen. „Nur da habe ich die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren.“ Zum ersten Punktspiel, eine Nachholpartie der Hinterserie, müssen die Mümmelmannsberger am 9. Februar beim Drittletzten SV Wilhelmsburg antreten. Mit Schlusslicht Rahlstedter SC (a) und Bergedorf 85 (h) folgen zwei weitere Mannschaften, die hinter dem MSV in der Tabelle rangieren. „Das sind alles 6-Punkte-Spiele“, so Kenny Lorenzen. „Mit drei Siegen oder zumindest sieben Zählern könnten wir unserem Ziel, dem Klassenerhalt, ein großes Stück näher rücken.“
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