Im Strafraum des Gegners zuhause

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Wolfgang „Karotte“ Krause, derzeit Trainer von Vorwärts-Wacker Billstedt. Foto: Hoyer

Fußball-Urgestein Wolfgang „Karotte“ Krause

Billstedt. Für Vorwärts-Wacker Billstedt geht´s in den nächsten Spielen um den Klassenerhalt. Die Mannschaft liegt zwar auf Platz neun der Landsliga, aber die Abstiegszone ist nicht weit. „Wir müssen in den nächsten Spielen punkten, denn in denen geht es gegen direkte Konkurrenten“, fordert deshalb Trainer Wolfgang „Karotte“ Krause, einer der Fußball-Urgesteine in Hamburgs Osten. Der 58-Jährige spielte bereits für Barsbüttel, Vorwärts Wacker, Mümmelmannsberg und den SC Willinghusen, bevor er Trainer, dann Manager und 2012 wieder Trainer von Vorwärts Wacker wurde.

„Ich bin ein überzeugter Billstedter geworden“, Wolfgang Krause

Der Billstedter Spitzenclub ist seine sportliche Heimat geworden. Allein sechs Jahre spielte er für Vorwärts Wacker, die längste Station seiner Spielerlaufbahn als Erwachsener. Aber auch privat ist Krause in Billstedt heimisch. Seit 1992 lebt er in einem Reihenhaus in Kirchsteinbek, fühlt sich dort wohl. „Ich bin ein überzeugter Billstedter geworden“, sagt Krause über sich. Seine Wurzeln liegen ganz woanders. Aufgewachsen in Eppendorf/Hoheluft begann der fußballbegeisterte Junge gleich ganz oben, beim großen HSV. Der ältere Bruder hatte es vorgemacht. Mit acht Jahren trat der kleine Wolfgang dem Hamburger Sport-Verein bei und kickte schon bald mit späteren Fußballstars wie Manfred Kaltz und Peter Hidien im selben Team. Von denen, so glaubt Krause, stammt auch sein Spitzname Karotte. Ganz sicher ist er sich aber nicht mehr. „Ich hatte als Junge knallrotes Haar. Deshalb wurde ich so genannt“, erzählt der Vorwärts-Wacker-Trainer. Bis zur A-Jugend trug er das HSV-Trikot. Danach spielte er mit Barmbek-Uhlenhorst in der zweiten Bundesliga und anschließend in den höchsten Hamburger Amateurklassen bei Bergedorf 85, dem SC Sperber, dem SV Lurup und SC Victoria. Mit Bergedorf und Lurup wurde er Hamburger Amateurmeister. Mit dem SV Lurup gelang ihm sogar der Aufstieg in die Oberliga Nord, damals die dritthöchste Klasse in der Fußball-Hierarchie. Immer war Krause als Linksaußen unterwegs. Das Stürmen lag ihm im Blut. Auch als er in späteren Jahren ´mal Libero spielte, zog es ihn nach vorn. „Der Strafraum des Gegners war mein Wohnzimmer“, bilanziert Wolfgang Krause seine Spielerlaufbahn. Aber nicht nur die sportlichen Erfolge hat er in Erinnerung. „Ich hatten in allen Manschaften gute Freunde. Das Zusammensein mit ihnen war mir immer wichtig“, erzählt der Fußballer. Als seinen größten Erfolg als Spieler bezeichnet Krause den Aufstieg mit dem SV Lurup, die größte Enttäuschung war für ihn der Abstieg mit dem SC Vier- und Marschlande aus der Landesliga. Als „ärgerlich“ bezeichnet Karotte drei verpasste Aufstiege mit dem MSV Hamburg (Mümmelmannsberg). Was macht Karotte Krause eigentlich, wenn er ´mal nicht an Fußball denkt? Der Prokurist einer großen Versicherungsfirma, nimmt sich Zeit für seine Frau und Freunde, geht gern mit ihnen in Konzerte, denn er liebt die Musik. Doch das runde Leder lässt ihn selten los. Jetzt muss er seine Jungs bei Vorwärts-Wacker heiß machen auf die nächsten Spiele. Wohl kein Problem, denn Motivation zu vermitteln, so findet Krause selbst, ist seine beste Eigenschaft als Trainer. Von seine Spielern verlangt er, dass „sie ackern können, dass die Einstellung stimmt.“ „Darauf“, so Krause, „haben die Zuschauer einen Anspruch.“ (ch)
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