Mit allen Wassern gewaschen

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Michael Schneider ist begeisterter Kanute. Einmal pro Woche sitzt er in seinem Kunststoff-Einer Foto: Hoyer

Michael Schneider ist Wanderwart vom Sportclub „Schwalbe“ – aber hat noch viel mehr Talente

Von Christian Hanke
Hamburg. Texte, Töne, Kanusport„ machen das Leben von Michael Schneider aus, dem Wanderwart vom Biller Wassersport „Schwalbe“ von 1928. Aber das ist noch lange nicht alles. Schneider ist nicht nur Paddler, Organist und Autor, er radelt auch leidenschaftlich gern, repariert seine Räder selbst, fotografiert, liest, betreibt ökologischen Gemüseanbau und interessiert sich für Eisenbahngeschichte und Nutzfahrtechnik. Vielseitigkeit und Neugier sind Trumpf in seinem Leben. Da klingt es schon fast kurios, wenn der 62-jährige sagt: „Man muss Schwerpunkte setzen.“
Der Kanusport zieht sich allerdings wie ein roter Faden durch sein Leben. Mit 15 Jahren begann Schneider beim Itzehoer Kanu-Club in seiner Geburtsstadt. Seit 2007 paddelt der Öjendorfer bei Schwalbe vornehmlich auf den Elbe-Nebenflüssen. Einmal in der Woche sitzt Michael Schneider mindestens in seinem Kunststoff-Einer oder zusammen im Faltboot-Zweier. „Die große Runde ist 5,6 Kilometer lang und dauert eine Stunde“, erzählt der begeisterte Kanute. Dienstags ist immer Treff am Bootshaus von Schwalbe auf der Billerhuder Insel. Auf der Weser war er schon fünf Tage auf einer Gesamtstrecke von 150 Kilometern unterwegs. Als Wanderwart organisiert der frühere Bankkaufmann die Ausfahrten von Schwalbe, die zweimal im Jahr stattfinden. Kürzlich führte er selbst eine Verbandsfahrt durch, für die sich Paddler aus ganz Deutschland anmelden konnten.
Aber auch auf dem Rad ist Schneider gern unterwegs. Einst leitete er Radtouren für den ADFC (Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club) und auch die Segelsparte der Hamburger Sparkasse. So manches Hobby wie zum Beispiel das Segeln oder das Singen im Chor hat der vielseitige Rentner (seit 2010) inzwischen aufgegeben.
Nur als Organist ist Schneider noch tätig. Regelmäßig spielt er an der Orgel der Horner Thimotius-Kirche. Schon früh begann Schneider auch zu schreiben. Das erste Buch erschien 2013: „Blumen am Wegesrand“. Derzeit ist das zweite Werk in Arbeit. Darin will Schneider aufrütteln. Es trägt den Titel „Die Feuerschreie“. Bei so vielen Aktivitäten scheint kaum Zeit für die Mitmenschen zu bleiben. Und doch sind seine Frau und einige „allwettertaugliche“ Freunde von ganz großer Bedeutung. Die kommen bestimmt auch zum Abpaddeln und am Sonntag, 21. September zum
Paddlerflohmarkt bei Schwalbe, von 13 bis 17 Uhr.
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