Mit neuem Kader nach vorne blicken

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Auch wenn zum Auftakt noch längst nicht alles nach Plan lief, haben sich die Lorbeers Kicker für die neue Saison eine Menge vorgenommen Foto: Thomas Hoyer

Beim Kreisligisten TSV Lorbeer ist wieder Ruhe eingekehrt. Erklärtes Ziel ist mindestens Platz sechs

Von Thomas Hoyer
Rothenburgsort
Noch läuft bei den Kreisligakickern des TSV Lorbeer noch längst nicht alles rund, doch beim 2:2 gegen die „Zweite“ der TSG Bergedorf zeigte die Mannschaft zumindest in den letzten 35 Minuten, dass das Potential für einen Platz im oberen Tabellendrittel vorhanden ist.
In der ersten Halbzeit brachten die Rothenburgsorter nicht viel zustande. Zwar verlief die Partie ausgeglichen, doch die Tore erzielte der fast nur mit hohen Bällen agierende Gastgeber. Zwei Kopfballtreffer, bei denen Spielertrainer Frank Christianus beziehungsweise Torwart Klaus Köhn keine gute Figur machten. Auch Lorbeer besaß zwei Hochkaräter, die Christianus und Dejan Markic aber ungenutzt ließen. Fünf Minuten nach der Pause hatten die Rothenburgsorter Glück, dass die Bergedorfer eine Großchance ausließen. Nach der Einwechslung von Ivan Bajlovic und Koubilay Sevinc war das Team dann aber plötzlich 100 Prozent präsent. Nach Hereingabe von Artur Marbach gelang Sevinc der Anschlusstreffer (65.) Der Ausgleich geht auf das Konto von Markic, der einen Handelfmeter zum 2:2-Endstand verwandelte. Kurz vor dem Abpfiff hatte Lorbeer großes Glück, als ein Freistoß des Gegners von der Unterkante der Latte auf die Torlinie sprang.
Die vergangene Saison möchten die Verantwortlichen des Vereins am besten schnellstmöglich vergessen. Im März hatten massive Unruhen innerhalb der Mannschaft zunächst dazu geführt, dass eine Reihe von Kickern und Co-Trainer Thorsten Kreft ausschieden, und wenig später auch Trainer Marcus Melchert, der mittlerweile zu Lorbeers Präsidenten gewählt wurde, sein Amt aufgab. Zum Glück aber gelang es Oldie Frank Christianus, der als Spielertrainer einsprang, wieder Ruhe ins Team zu bringen und kurzfristig frühere Kicker zu reaktivieren. Zwar geriet der Klassenerhalt noch einmal in Gefahr, doch am Ende hatten die Rothenburgsorter als Elfter genügend Abstand zu den Absteigern.

Neue Spieler


In dieser Saison hat sich das Gesicht der Mannschaft verändert. Mit Pero Lukic übernahm ein alter Bekannter das Training an der Marckmannstraße. Zudem rückten elf neue Kicker in den Kader, wobei mit Mark Lukic und Dejan Markic das zentrale Mittelfeld erheblich an Qualität gewonnen haben dürfte. „Noch sind wir aber keine richtige Mannschaft, der Findungsprozess ist aber auf einem guten Weg“, so Co-Trainer Christianus (42), der auch weiterhin mit seiner Größe von 1,90 Metern als routinierter Abwehrchef zur Verfügung steht. „Unser Ziel ist mindestens Platz sechs.“ Dann aber dürfen Christianus und seinen Mitstreitern nicht mehr so viele individuelle Fehler unterlaufen wie im ersten Punktspiel, das bei Altenwerder III mit 5:7 verloren wurde. Das Team zeigte allerdings eine gute Moral und konnte nach bereits ausgeschöpften Wechselkontingent in Unterzahl agierend einen 3:5-Rückstand durch zwei Treffer von Marbach wettmachen, ehe man in der Schlussphase doch noch den Kürzeren zog.

Zugänge: Cvitanovic, Markic (beide Croatia), Schumacher, Ducanovic (beide reaktiviert, früher Lorbeer), Anusic, Lorenczuk (vereinslos), Lukic (Eisenbahn), Sharman (Großbritannien), Rahmani, Chalghumi, Marbach (alle Dynamo HH)

Abgänge: Kevin Maack (FSV Geesthacht), Oliver Ahrens, Mazlum Aba Serkan Uzun (alle unbekannt), Abdul Rahmane Bassi (eigene II. Mannschaft), Marcel Lockstedt (MSV Hamburg II), Sven Gehrke, Dennis Lohmeier (III. Mannschaft), Arne Kregeler (SV Barmbek II)

Das Aufgebot 2015/2016


Tor: Klaus Köhn, Florian Pötsch

Abwehr: Tomislav Cvitanovic, Alexander Klautke, Marijan Peric, Driton Rahmani, Marko Anusic Sebastian Brakhage, Alexander Schumacher, Steffen Jordan, Dominic Schack, Soleiman Garb, Frank Christianus, Jack Sharman

Mittelfeld: Bismellah Aryobi, Issan Chalghumi, Enis Sayilir, Ilja Mudrak, Ivan Bajlovic, Okan Ücüncü, Dejan Markic

Angriff: Semir Ducanovic, Jan Lorenczuk, Artur Marbach, Koubilay Sevinc, Lukas Deibel
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