Titel ist zum Greifen nah

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Kay Lühr, mit 51 Jahren ältester Spieler des OSV, lieferte gegen Grün-Weiß Eimsbüttel eine ganz starke Partie. Fotos: Hoyer
 
Das Volleyball-Verbandsligateam des Oststeinbeker SV (hintere Reihe v.l.): Jörn Schneider, Kay Lühr, Stephan Tischer, Aimo Heilmann, Uli Plötz, Lars Studt, Arne Kämpfer; (vordere Reihe v.l.) Bernd Wagner, Jan Schneider, Lars Loßin, Martin Kauffeldt, Tobias Beiersdorf, Rüdiger Barth und Hauke Saß

Oststeinbeker Volleyballer schlagen Konkurrenz aus dem Feld

Von Thomas Hoyer
Oststeinbek. Die Verbandsligavolleyballer des Oststeinbeker SV können den Sekt langsam kalt stellen. Nach Siegen über Grün-Weiss Eimsbüttel und den härtesten Konkurrenten Rissener SV stehen die Cowboys kurz vor dem Titelgewinn in der Verbandsliga. Bei noch vier ausstehenden Partien reichen dem Team bereits zwei 3:1-Erfolge zur Meisterschaft. 
Am letzten Spieltag, der in heimischer Halle am Messen stattfand, ging es zunächst gegen Grün-Weiss Eimsbüttel, ein Match, in dem es galt, Kräfte für das anschließende Spiel gegen Spitzenreiter Rissen zu sparen. Auch wenn der zweite Satz hart umkämpft war, gewannen die Oststeinbeker klar mit 3:0 (25:20, 26:24, 25:14). Eine herausragende Leistung bot der 51-jährige Kay Lühr, der in Annahme und Außenangriff gleichermaßen beeindruckte.

Gegner ausgeknockt

Im nachfolgenden Spiel gegen Tabellenführer Rissen profitierte der OSV von seinem großen Kader. Vier neue Akteure kamen aufs Feld. Zwar hatte die Mannschaft zu Beginn der Partie vielleicht gerade deshalb Mühe ihren Rhythmus zu finden, doch gewann man Durchgang eins schließlich mit 25:22. Im zweiten Satz präsentierten sich die Cowboys dann von ihrer allerbesten Seite, setzten den Gegner ständig unter Druck, so dass dessen Offensivbemühungen immer öfter im Block des OSV endeten.

Tabellenführung zurückerobert

Vor allem die Annahme um Lars Studt, Uli Plötz und Jörn Schneider bot eine Klassevorstellung, aber auch der Angriff mit Martin Kauffeldt, Jan Buhrmester und Lars Loßin spielte groß auf. So war es kein Wunder, dass der zweite Satz schließlich mit 25:21 an die Gastgeber ging. Damit war der Widerstand der zuvor opferungsvoll kämpfenden Rissener gebrochen: Der OSV hatte wenig Mühe den dritten Durchgang klar mit 21:12 für sich zu entscheiden. Am Ende derart klar ausgeknockt, verlor Rissen auch sein zweites Match gegen GW Eimsbüttel 0:3. 
Durch diese beiden Niederlagen des härtesteten Widersachers konnten die Oststeinbeker ihre Tabellenführung wieder zurückerobern, obwohl beide Teams je 47 Punkte auf dem Konto haben, wobei der OSV allerdings zwei Spiele weniger bestritten hat und das bessere Satzverhältnis aufweist.
 Nach dem Aufstieg in der letzten Serie als ungeschlagener Landesligameister erhielt die Mannschaft vor Saisonbeginn einen erheblichen Qualitätsschub. Mit Tobias Beiersdorf (Außenangriff), Martin Kauffeld (Mittelblock), Martin Hoffmann (Diagonalangriff) und seinem Bruder Hendrik (Libero) rückten gleich vier Akteure der 1. Herren mit Erst- und Zweitligaerfahrung ins Team.
Abgänge gab es nicht zu verzeichnen. Trainer Jörn Schneider, der aus dem Vollen schöpfen kann, steht damit ein Kader von nicht weniger als 20 Spielern zur Verfügung, so dass die meisten Positionen gleich mehrfach besetzt sind und Ausfälle meist problemlos kompensiert werden können.
Mit einer Ausnahme, als man ersatzgeschwächt das Hinspiel gegen Rissen mit 1:3 verlor. Ansonsten gewannen die Oststeinbeker ihre Partien durchweg relativ klar. „Unser Saisonziel ist natürlich die Meisterschaft“, so Abteilungsleiter Jan Schneider. „Ob wir in diesem Fall unser Aufstiegsrecht wahrnehmen, ist noch völlig offen. Volleyball bedeutet für unser Team reinen Hobbysport auf hohem Niveau. In der Regionalliga müssten unsere familiär und beruflich eingebundenen Spieler zum Teil weite Anfahrten zu den Gegnern aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in Kauf nehmen. Eine Entscheidung fällt erst auf einer Mannschaftssitzung nach der Saison.“
Besonders freuen sich die alt gedienten Volleyballrecken des Teams auf die im Juni in Minden stattfindenden Deutschen Seniorenmeisterschaften, für das sich das Team um Kapitän Arne Kämpfer zum fünften Mal in Folge über die Norddeutschen Titelkämpfe qualifizieren möchte.
„Normalerweise ein Selbstgänger“, wie Abteilungsleiter Jan Schneider meint.
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