Sonntagsidylle in Billstedt und Hamm

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Linus Neumann (18 Monate) probiert das Spielzeug aus Foto: fbt
Hamburg: Hammer Park |

Den ersten schönen Frühlingssonntag haben viele Hamburger in vollen Zügen genossen

Von Frank Berno Timm
Billstedt/Hamm
Es war einer der ersten, wirklich schönen Frühlingssonntage in Hamburg: Sonne satt, Spaziergänger zu Hunderten und fröhlich spielende Kinder. Aber auch die Vierbeiner nutzten die Zeit. Oberhalb des U-Bahnhofs Rauhes Haus leben Kaninchen. Oder sind es Hasen? Ein Trio der kleinen Vierbeiner hoppelt durch das Gras und sucht schnell das Weite, wenn Menschen näher kommen. Nebenan, am Hammer Berg, ist Günther Nielsson (76) vor seinem Haus damit beschäftigt, Ostereier an den Strauch zu hängen, der die Rasenfläche verziert. „Das mache ich jedes Jahr“, sagt er. Früher hat Nielsson auch mal Geranien oder andere schöne Blumen gepflanzt, aber: „Das mache ich nicht mehr, die werden ausgerissen“. So zehn bis 15 Eier werden es, erzählt Nielsson und macht weiter.

Hammer Park ist gut besucht


Weiter stadtteilaufwärts, am Hammer Park, sind wahre Menschenmassen unterwegs. Der Spielplatz ist dicht umlagert: Kleine Mädchen balancieren mit Hilfe auf dem Seil, ein kleiner Junge rast mit seinem Fahrrad durch das Geschehen, ein anderes Kind hat es sich mit seinem Smartphone gemütlich gemacht. Auf dem Fußballplatz wird schon gekickt, auf dem Hauptweg sind ganze „Völkerwanderungen“ an Spaziergängern zugange und der zweite, große Spielplatz ist an diesem Nachmittag der wichtigste Ort überhaupt. Die Eltern richten es sich auf den Bänken ein: Kinderwagen verschiedenster Größe, Roller, Fahrräder und ein Bobbycar parken, der Kaffeebecher ist umfallsicher abgestellt.

Einer der schönsten Spielplätze


Das ist Sonntagsidylle pur: Ein kleines Mädchen, das gerade Laufen gelernt hat, tapst fröhlich durch die Gegend, ein anderes backt versonnen Kuchen im Sand. Der kleine Linus Neumann (18 Monate) hantiert mit Eimerchen und Schaufel, tief in sein Spiel versunken. Mutter Jasmin Neumann erzählt, sie kämen drei bis vier Mal die Woche aus Marienthal hierher, das sei einer der schönsten Spielplätze. Kinder schaukeln, dazwischen auch eine Mutter mit ihrem Kleinen auf dem Arm. Am Tischtennisplatz ist ein Spiel im Gang, daneben sind die Bäume arg zurückgeschnitten, der Minigolfplatz liegt noch verlassen.

Abstecher ins „Café Keks“


Auch außerhalb vom Hammer Park bietet der Sonntagsspaziergang durch Hamm eine Menge – zum Beispiel ein früheres Gymnasium an der Caspar-Voght-Straße, das laut Infotafel nach Plänen von Architektur-Urvater Fritz Schumacher gebaut wurde. Nur wenige Schritte entfernt an der Sievekingsallee steht schon die nächste Schumacher-Schule. Einen Kaffee zum Schluss? Die Birnen-Schokotorte im „Café Keks“ ist ein Gedicht. Im Freien schmeckt sie doppelt gut – und macht Appetit auf die nächsten Frühlingssonntage.
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