Das Hamburger Neustadt-Festival „Drunter & Drüber“


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Drei der Veranstalter zeigen, was es u. a. in Ausstellungsräumen zu sehen gibt
 
Der neueste Schrei: Halskette mit Einweckglas-Gummiring, gesehen in „Kunst und Gemüse“, Wexstraße
Über 70 Nachbarn, Ladenbesitzer, DJs, Bands und Künstler sind in diesem Jahr dabei. Vom Modedesigner, Friseur, Goldschmied, Schuhmacher und Buchhändler bis hin zu Restaurants und Kneipen sowie ansässige Unternehmen, Galerien und Museen – zahlreiche Läden in der Neustadt öffnen ihre Türen und geben einen Blick hinter die Kulissen. Am Wochenende vom 16. bis 18. September 2016 geht das „DRUNTER & DRÜBER – Neustadt Festival“ in die zweite Runde. Von der Fleetinsel über den Großneumarkt bis zum Michel und zurück zur Laeiszhalle geht es hoch her.

Das Festival ist so bunt und vielschichtig wie sein Stadtteil: Während auf der Bühne am Großneumarkt zu Elektro-Beats getanzt wird, kommen im Komponistenquartier die Klassiker von Brahms, Telemann und Co. auf die Straße. Kleine und große Entdecker werden bei den geführten Rundgängen durch die Neustadt viel Neues erleben. Sie können die zahlreichen Galerien der Neustadt von innen bestaunen oder sich auf die Suche nach dem Neustadt-Alphabet machen. Viele bunte Buchstaben-Bilder leiten durch den Stadtteil und kennzeichnen so die teilnehmenden Festival-Orte. Wer es ruhiger haben will, findet Entspannung beim Free Yoga auf den Michelwiesen oder zum Beispiel beim Zimtschnecken-Backen im Café Karlsons.

Weitere Kostproben aus dem Programm:

Burkhard Zwang: Zufällige Kritzeleien
Kritzeleien der Buchbinderei ZWANG B stellt Ladeninhaber Burkhard Zwang während des Festivals Kritzeleien, Zeichnungen und Gedanken aus, die Kunden beim Probieren der Schreibgeräte aus seinem Warensortiment hinterlassen haben.

KomponistenQuartier – live!
Im KomponistenQuartier stehen Musiker im Mittelpunkt, die mit Hamburg verbunden sind. Die Museen für G. P. Telemann, C.P.E. Bach, J. A. Hasse und J. Brahms laden ihre Gäste zu einer Entdeckungsreise ein: Wer waren diese Komponisten? Wie klingt ihre Musik? Beim Festival wird die Peterstraße zur Bühne für Live­Musik.

Elektro und Salsa am Großneumarkt

Die Tankbier­Bar Wald b aut am Großneumarkt eine eigene Bühne auf. M it Blick auf den M ichel wird dort zu Elektro, Salsa und HipHop gefeiert. Auch kulinarisch geht es hier mit internationalen Ständen rund um die Welt.

Yoga am Michel
Eric Bennewitz Yoga und projekt|t|raum laden am Freitag ein zum Yoga auf den Michelwiesen. Mitbringen muss man nur die eigene Yogamatte.

Ein Schild an der Wexstraße 28, wo die Galerie kulturreich ansässig ist, erklärt den Ursprung der Neustadt. „Seit dem 17. Jahrhundert entstanden in der Neustadt ausgedehnte Wohnviertel, in denen vor allem später städtische Unterschichten lebten. Mitten durch diese „Gängeviertel“ brachen die Brüder Friedrich Hermann und Ernst Wex auf von ihnen erworbenen Grundstücken 1867 zwei Straßen, die bis 1876 bebaut und nach ihren Schöpfern benannt wurden. Die Putzarchitektur gehört überwiegend in die klassizistische Tradition.
Die Anlage zeugt von gründerzeitlichem Unternehmertum und von der ersten modernen Sanierung in der Hamburger Innenstadt.“ Auch Auswanderer nach Amerika wohnten hier vor Abfahrt der Schiffe.

Ulrike Klug, Festival-Initiatorin und Vorsitzende des Vereins KunstLeben e.V. sagt: „Wir haben in unser Festival-Programm eine Menge Herzblut gesteckt. Ich freue mich über die vielfältigen Aktionen und Ausstellungen, die sich vor allem die Bewohner und Fans unseres Stadtteils ausgedacht haben.“

Sascha Bartz, Festival-Initiator und Quartiersmanager der Neustadt, ergänzt: „In der Neustadt geht es täglich drunter und drüber. Das sieht man an der Vielzahl an inhabergeführten Läden, Handwerksbetrieben, Galerien, Restaurants und Bars, die sich in der Neustadt niedergelassen haben. Wir packen den fast vergessenen Stadtteil wieder auf die Karte und laden ganz Hamburg ein, mit uns die Neustadt zu entdecken.“

Und natürlich alle Hamburg-Besucher!

Fotos Elke Backert
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