Braamwisch-Verwalter widerspricht Amt

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Keine finanziellen Vorteile für die Siedler: Braamwisch-Verwalter Kurt-Werner Mosert widerspricht der Umweltbehörde Foto: tel
Hamburg: Bramwisch |

Streit über Gebühren für Öko-Siedler: Daten widerlegen die Umweltbehörde, sagt Kurt-Werner Mosert

Bramfeld Das Wochenblatt berichtete Anfang Januar über die Abwassergebühren der Ökologischen Siedlung Braamwisch in Hamburg-Bramfeld. In der Folge hat die zuständige Umweltbehörde Stellung genommen. Kurt-Werner Mosert (65), Verwalter der Siedlung, widerspricht der Behördendarstellung: „Der Sprecher der Behörde verwendet falsche Daten, die den Eindruck vermitteln, die Familien der Siedlung hätten durch ihre Pflanzenkläranlagen große finanzielle Vorteile. Diese Aussage ist unrichtig“. Weiter heißt es: Die von mir vertretenen 17 Familien haben die von der Stadtentwässerung geforderten Sielanschluss-Gebühren für drei Flurstücke inzwischen bezahlt. Für Einleitung von Toilettenabwasser ins öffentliche Siel zahlen wir die jährliche Gebühr von 2,11 Euro pro Kubikmeter. Die Ökologische Siedlung mit ihren 42 Wohneinheiten betreibt drei Pflanzenkläranlagen. Für jede werden Einleitungsgebühren von 436 Euro pro Jahr fällig. Für die Pflanzenkläranlagen mussten Grundstücke von der Stadt gekauft werden. Der Bau der Anlagen selbst erforderte bei den 17 Familien Investitionen von rund 50.000 Euro. Hinzu kommen über die Jahre Reparaturkosten in fünfstelliger Höhe. Die Anlagen müssen laufend gewartet werden. Dabei fallen pro Jahr und Anlage rund 1.200 Euro an. „Diese Daten widerlegen sehr ausdrücklich die Aussagen des Sprechers der Umweltbehörde“, schließt der Verwalter. (tel)

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