Bücherhallen haben nicht nur Bücher

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In die Bücherhalle Bramfeld kommen monatlich rund 9500 Besucher Foto: tel
Hamburg: Herthastraße 18 |

Die acht Standorte in Wandsbek bieten mit „Dialog in Deutsch“, „Lesewelt Hamburg“ oder Veranstaltungen für Kitas und Schule ein großes Programm

Wandsbek In den acht Wandsbeker Bücherhallen gibt es viel mehr als nur Bücher und andere Medien. Das berichtet das Bezirksamt auf eine Anfrage des CDU-Bezirksabgeordneten Sandro Kappe. So bieten alle Bücherhallen beispielsweise wöchentliche Gesprächsgruppen „Dialog in Deutsch“ (kostenlos, einsteigen jederzeit ohne Anmeldung) und Termine in Zusammenarbeit mit „Lesewelt Hamburg“ (Vorlesen für Kinder) an. Darüber hinaus beteiligen sich die Bildungseinrichtungen an den „Hamburger Märchentagen“ und am „Lesefest Seiteneinsteiger“ (Lesefest für Kinder und Jugendliche). Alle Bücherhallen bieten Gruppenveranstaltungen für KiTas und Schulen an.

Spezialisierungen

Bei den Bildungs- und Veranstaltungsprogrammen haben sich die einzelnen Hamburger Bücherhallen in Wandsbek teilweise spezialisiert, beispielsweise auf Bilder- und Fotoausstellungen (Alstertal), Theaternachmittage für Kinder (Rahlstedt), Elterntage und offene Bastelveranstaltungen (Steilshoop), Rechtsberatung für Flüchtlinge in Kooperation mit der Uni Hamburg (Wandsbek), Surfen und Recherchieren über Internet-Stationen (Hohenhorst), Bilderausstellung in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchiv (Bramfeld) sowie Chinesisch- und Spanischkurse (Volksdorf), um nur einige aus einer großen Palette von Angeboten zu nennen.

82.000 Besucher

Insgesamt besuchten im letzten Jahr monatlich mehr als 82.000 Besucher die acht Bücherhallen. Größte Einrichtung ist die Bücherhalle im Alstertal (Heegbarg 22) mit über 19.000 Besuchern pro Monat. Die kleinste Einrichtung in Steilshoop brachte es auf 2600 Besucher im Monat. Kappe: „Ein großer Erfolg für das Personal vor Ort, das sich für die Kunden aufopfert.“ Dass die Einrichtung durch eine halbe Stelle personell stabilisiert wurde, hält Kappe für „richtig und wichtig“.

Stellenstreichungen in Bramfeld

Dagegen hat die Bücherhalle Bramfeld (rund 9500 Besucher monatlich) – wie die meisten anderen auch – in den letzten Jahren Stellen eingebüßt. „Das Bezirksamt teilt mit, dass der Personalbestand in Bramfeld um 2,75 Stellen auf 5,5 reduziert wurde – ein großer Einschnitt“, kritisiert Kappe. Immerhin sind laut Bezirksamt derzeit keine weiteren Schließungen von Bücherhallen geplant. (tel)
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