Senioren fühlen sich abgeschottet

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Philipp Hentschel vor dem erst kürzlich aufgestellten Halteverbotszeichen Foto: tel
Hamburg: Am Stühm-Süd |

Umwege und Parkplatznot durch Saga-Neubau in Bramfeld

Michael Hertel
Bramfeld
Die Kirche und den beliebten kleinen Park an der Straße Am Stühm-Süd (Bramfeld) erreichen die Bewohner des Seniorenheimes „Max-Brauer-Haus“ ab sofort nur noch über Umwege. Einigen Bewohnern droht gar der Totalverlust ihrer Mobilität, weil ihr Parkplatz entfällt. Grund: Die Saga baut neben der Senioreneinrichtung (rund 250 Bewohner, 57 Pflegeplätze) zwei neue Mietshäuser: Dem Vorhaben fallen neun Garagen, insgesamt rund 30 von den Heimbewohnern und -besuchern benutzte Parkplätze sowie ein Fußweg zum Opfer. Einrichtungsleiterin Regina Jäck, die auch für die SPD in der Hamburger Bürgerschaft sitzt: „Ja, die Garagen und Parkplätze entfallen. Das Grundstück, auf dem wir gern selbst gebaut hätten, gehört nun mal der Saga. Die Modalitäten sind abgesprochen. Es geht letztlich um die Sicherheit der Bewohner. Nach der Fertigstellung wird der Fußweg wieder hergestellt.“

Umweg von 700 Metern

Der CDU-Bezirksabgeordnete Philipp Hentschel sieht es anders: „Offensichtlich hat sich die Heimleitung keine Gedanken gemacht, wie man die Auswirkungen auf die Heimbewohner so gering wie möglich halten kann. Für einige stellt das Auto die einzige Möglichkeit dar, überhaupt am öffentlichen Leben teilzunehmen. Alle Umgebungsstraßen sind zugeparkt. Und zur Simeonkirche und in den Park sind es ab sofort rund 700 Meter Umweg.“ Im Regionalausschuss wollte Hentschel die Bezirksverwaltung auffordern, in Zusammenarbeit mit dem Bauherren weiterhin einen barrierefreien Fußweg zwischen Seniorenheim und Am Stühm-Süd zu gewährleisten. SPD und Grünen wollen zunächst noch Rücksprache mit der Verwaltung halten.
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