Hammer Steindamm sicherer für Hamburger Radfahrer

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Schutzstreifen machen das Radfahren sicherer Foto: Thinkstock

Fahrstreifen soll ab Herbst die Situation entspannen

Von Mathias Sichting
Hamburg. Eine gute Nachricht für Radfahrende und Fußgänger: Mit dem Bau eines Radfahr- und Schutzstreifens auf dem Hammer Steindamm und der Diagonalstraße zwischen Sievekingsallee und Knoten Eiffestraße soll das Radfahren auf diesem Abschnitt sicherer gemacht werden.
Das Radwegenetz der Hansestadt stammt aus den 1960er und 1970er Jahren. Durch den ständig steigenden Auto- und Radverkehr sind inzwischen Kapazitätsgrenzen erreicht. Es wird schlichtweg zu eng auf den zu schmal konzipierten Rad- und Gehwegkombinationen. Eine Verbreiterung ist aus Platzgründen oftmals nicht umsetzbar.
Die Planer müssen also weiterdenken. Deshalb kommen, wo immer es sinnvoll und möglich ist, auf der Fahrbahn markierte Radverkehrsführungen zum Einsatz. Diese Radfahr- und Schutzstreifen sind komfortabel und sicher, müssen aber auch in die Fahrbahn integriert und daher sorgfältig geplant werden. Baustart für das Projekt auf dem Hammer Steindamm ist im August 2014. „Zuerst wird der Bereich um den Knoten Eiffestraße hergestellt, die Arbeiten setzen sich dann sukzessive nach Norden bis zur Sievekingsallee fort. Ziel ist es, dem Radverkehr aus dem Osterbrookviertel eine komfortable Anbindung an die Haltestellen Hammer Kirche und Hasselbrook und nach Wandsbek zu ermöglichen“, so Ursel Rabeler aus dem Bezirksamt Mitte. Mit der Beendigung der Baumaßnahme ist im Spätherbst 2014 zu rechnen.
Mit gemischten Gefühlen sieht der ADFC das Bauvorhaben. „Die Radverkehrsförderung in Hamburg macht nur winzige Fortschritte. Wenn auf dem Hammer Steindamm der Radverkehr auf die Fahrbahn geführt wird, begrüßt der ADFC das ausdrücklich. Der jetzige Zustand der Radverkehrsführung in der Straße ist katastrophal und nicht verkehrssicher. Ein viel zu schmaler Radweg neben links parkenden Autos, ist sehr gefährlich. Wir können Radfahrern nur empfehlen, diesen Weg nicht zu benutzen, sondern auf der Fahrbahn zu fahren“, so Dirk Lau vom ADFC Landesverband Hamburg.
Das Fahrradwegenetz der Hansestadt sei schlecht ausgebaut: „Insgesamt lässt der Ausbau der Velorouten sehr zu wünschen übrig. Die Pläne existieren nun schon seit Jahrzehnten, aber immer noch ist das Veloroutennetz ein Flickenteppich. Hamburg kommt bei der Radverkehrsförderung einfach nicht aus den Puschen“, mahnt Lau. Mit dem Verbindungsstück zwischen dem Osterbrookviertel und Wandsbek wird jetzt zumindest ein weiterer kleiner Schritt in Richtung fahrradfreundliche Stadt getan.
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