Hilfe für Aids-Waisen in Swasiland aus Hamburg

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Waisenkinder vor einem Neighbourhood-Carepoint, in dem sie versorgt werdenFoto: privat/wb
 
Sie sicherten Kirsten Boie (3.v.li.) ihre Hilfe zu: Lehrerin Julia Haschke und die Schüler Alina Rode, Marvin Schell, Alexander Ruhnke, Jule Meyn und Ricarda Wellhöfer (v.l.)Foto: güb

Autorin Kirsten Boie macht mit einer Ausstellung im Rathaus auf das Schicksal der Kinder aufmerksam

Hamburg. Durch einen Zeitungsbericht war die Barsbütteler Kinderbuchautorin Kirsten Boie auf das Schicksal und die Not der Waisenkinder in Swasiland aufmerksam geworden. Das ist einige Jahre her. Seitdem engagieren sich Kirsten Boie und ihr Ehemann für das Projekt MobiDik (Mobiler Dienst für Kinder) und hilft, das Leid der Waisen in Swasiland zu lindern. Mit einer Ausstellung im Barsbütteler Rathaus möchte Boie Menschen auf das Schicksal der Kinder aufmerksam machen und zu aktiver Mithilfe und zum Spenden animieren. Vergangene Woche hat sie zusammen mit Bürgermeister Thomas Schreitmüller die Ausstellung im Barsbütteler Rathaus (Stiefenhofer Platz) eröffnet.
Swasiland ist ein kleiner Binnenstaat im südlichen Afrika, der an Südafrika und Mosambik grenzt. Swasiland hat die welthöchste Aidsrate; die Hälfter der rund 1,2 Millionen Einwohner ist mit dem HIV Virus infiziert. Die durchschnittliche Lebenserwartung in dem Staat liegt bei 31 Jahren. Weil die Elterngeneration wegstirbt, ist die Zahl der Kinder, die allein zurückbleiben hoch. Rund 150.000 Waisen und Halbwaisen leben in Swasiland
Medizinische Betreuung
Seit sieben Jahren unterstützt das Ehepaar Boie das Projekt MobiDik der Thomas Engel-Stiftung und des Vereins „Hand in Hand in Swasiland“, das ein besonderes Augenmerk auf die medizinische Versorgung von rund 4000 Aids-Waisen im Süden des Landes legt. Die Kinder dort werden in 100 NCP´s (Neighboorhood Carepoints) von Ehrenamtlichen aus den Dörfern betreut. Die Kinder erhalten dort unter anderem Vorschulunterricht und mittags eine warme Mahlzeit. Das Projekt MobiDik (www.mobidik-swasiland.org/) unterstützt die Ehrenamtlichen in den NCP´s materiell und durch Fortbildungen. Regelmäßig ist ein Ambulanzfahrzeug im Einsatz. „Die Kinder müssen getestet und weiter betreut werden, sie müssen geimpft werden“, sagt Kirsten Boie. Ein weitere Ambulanzfahrzeug soll angeschafft werden, ein Hausbesuchssystem für Kranke sei derzeit mit Unterstützung eines extra eigenstellten medical coordinator in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium im Entstehen. Dafür werden Spenden benötigt.
Wenn Kirsten Boie nach Swasiland reist, dann meist nach Shiselweni, den abgelegensten und am wenigsten erschlossenen Distrikt des Landes. „63 Prozent der Menschen dort lebt von weniger als 60 Cent am Tag“, sagt die Autorin so erfolgreicher Kinderbücher wie etwa „Der kleine Ritter Trenk“. Im vorigen Herbst ist ihr neues Buch erschienen: „Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen“. In Kurzgeschichten erzählt sie von ihren Erlebnissen und schildert das Schicksal von Kindern in Swasiland. „Es macht Sinn, solche Erlebnisse zu teilen“, sagt die Barsbüttelerin. Aus diesem Grund hat sie auch die Ausstellung im Rathaus initiert, die bis Ende Februar zu sehen ist. „Wir hoffen, dass viele Barsbüttler mit Spenden das Projekt MobiDik (Mobiler Dienst für Kinder), das Kirsten Boie mit ihrem Mann in Swasiland hilft, das Leid der Waisen zu lindern, unterstützen. Die Bilder und Texte zeigen deutlich, wie alarmierend die Not in dem afrikanischen Land ist“, sagte Bürgermeister Schreitmüller bei der Eröffnung. „Wir freuen uns aber auch, wenn sich Vereine und Schulklassen aktiv beteiligen möchten“, erläuterte Kirsten Boie.
Mit ihrem Aufruf hatte sie schon den ersten Erfolg. Unter den Besuchern der Eröffnung der Ausstellung waren auch Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule in Barsbüttel, die spontan beschlossen, Benefizaktionen für die Waisen in Swasiland zu starten. (wb)

Wer das Projekt MobiDik unterstützen möchte, spendet auf folgendes Konto: Nassauische Sparkasse Wiesbaden, Kontonummer 545 008 294, BLZ 510 500 15.
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