Richtfest in der Frohbotschaftskirche

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Hamburg: Straßburger Platz 2 |

Zwillinge in Dulsberg wachsen. Zwei Gebäude im Kirchenschiff

Karen Grell
Dulsberg
Es geht voran an der Frohbotschaftskirche auf dem Dulsberg. Neun Monate nach der Grundsteinlegung konnte nun das Richtfest gefeiert werden. In den meisten Fällen stehen die Zimmerleute auf dem Dach, wenn es ein Richtfest zu feiern gibt. Bei der Baumaßnahme in der Frohbotschaftskirche hatten die Besucher beim Richtfest allerdings noch ein zweites Dach über dem Kopf. Grund dafür ist die innovative Bauweise, bei der zwei komplett neue Gebäude direkt in das Kirchenschiff hinein gebaut werden. Mitten auf dem Dulsberg, direkt am Straßburger Platz, bleibt von der altbekannten Frohbotschaftskirche dabei eigentlich nur noch die Hülle stehen. Aus Denkmalschutzgründen wird das gesamte Gebäude erhalten und zwei große Kuben mitten in die Kirche hineingesetzt. Im Inneren werden dadurch Platz für einen Kindergarten und neue Büroräume für die Gemeindearbeit entstehen. „Wir sind einfach nur begeistert von dem Ergebnis, wirklich großartig“, strahlen die Pastorinnen Maren Wichern und Hannegret Riepkes-Billerbeck. Auf die Idee der Bauart waren die Architekten gekommen, weil die Kirche einst viel zu groß und die Räume für die Gemeindebüros viel zu klein geplant worden waren. 25 Jahre lang wurde darüber nachgedacht, wie man das Problem auf dem Dulsberg in den Griff bekommen könnte, dann lag die geniale Lösung endlich auf dem Tisch.

6 Millionen Euro für Umbau

Die langen Sitzbänke, die große Orgel und die gigantische Empore waren schon vor Beginn der Bauarbeiten verkauft worden. 6 Millionen Euro Baukosten standen zur Diskussion. Den größten Teil hat nun die Kirche selber aufgebracht, der Rest kam aus dem Rahmenprogramm integrierte Stadtteilentwicklung (Rise) und Geldern für die Förderung für Denkmalschutz. Neu wird zur Eröffnung des Baus, die wahrscheinlich im nächsten Sommer gefeiert werden kann, der Zugang zur Kirche sein. Anstatt der großen Holztür an der Weißen-burger Straße, soll sich die Kirche zum Stadtteil hin öffnen und direkt zum Platz hin einen Zugang erhalten. Beim Richtfest staunten auch die vielen geladenen Gäste über das Konzept der Nutzung. „In Hamburg ist dieses einzigartige Bauprojekt einfach etwas ganz Besonderes“, betonte auch Bezirksamtsleiter Harald Rösler. Die Zwillinge im Bauch der Kirche können wachsen und alle sind schon richtig gespannt darauf, hier einzuziehen.
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