Selbst ist der Mensch - Film dokumentiert wie Inklusion im Alltag gelingt

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Ein gutes Team: Bernhard Korfin, Regisseur Burkhard Plemper und Udo Eichstedt (v.l.)Foto: Kuchenbecker
Barmbek/Bramfeld. Wenn sich die Haspa-Filiale an der Fuhlsbüttler Straße zu einem Kinosaal verwandelt, dann aus gutem Grunde: Die alsterdorf assistenz ost gGmbH, kurz aaost, stellte hier ihren neuen Film „Selbst ist der Mensch“ vor. Ein Film, der zeigt, wie Inklusion von Menschen mit Behinderung gelingen kann. Die Protagonisten des Films „Selbst ist der Mensch“ von Regisseur Burkhard Plemper sind Bernhard Korfin, Udo Eichstedt und Rita Müller. Sie alle drei haben eines gemeinsam – sie sind Menschen mit Behinderungen und meistern ihr Alltagsleben auf ihre ganz persönliche Weise. Auf den ersten Blick wirkt dies auf einen Außenstehenden manchmal etwas zum Schmunzeln. Doch auf den zweiten wird dann klar: Diese Menschen „kämpfen“ jeden Tag um ein von ihnen selbstbestimmtes Leben – und jeder ist dabei auf seine Art erfolgreich. Ina Achilles, Geschäftsführerin alsterdorf assistenz ost: „Menschen mit Behinderungen gehören zum Stadtbild und dürfen nicht ausgeschlossen werden.“
Bernhard Korfin beispielsweise wohnt zusammen mit seiner Frau Yvonne in Steilshoop. Er arbeitet im nahegelegenen Supermarkt; hat so manche Schwierigkeit bei der Verrichtung von Alltagstätigkeiten wie beispielsweise dem Waschen der Wäsche oder dem Zusammenlegen von Kleidung. Ihm und seiner Frau assistiert eine Mitarbeiterin der alsterdorf assistenz ost und schenkt ihm so ein Stückchen mehr Sicherheit im Alltagsleben. Mit Detailgenauigkeit fängt Regisseur Plemper das Alltagsgeschehen der drei Protagonisten ein. Er geht zusammen mit ihnen auf eine 36 minütige Entdeckungsreise; eine Entdeckungsreise für ein selbstbestimmtes Leben mit ein wenig Eigen-Sinn. „Ich bin zufrieden mit dem Film, es hat Spaß gemacht“, beschreibt Plemper die einwöchigen Dreharbeiten, „egal, wo wir auch hinkamen, wir sind überall sehr offen empfangen worden.“ Das Team drehte bei den Protagonisten in den Wohnungen und Wohngemeinschaften, bei der HADAG, bei Famila und auch bei der Haspa in der Filiale in Barmbek.
Joachim Ewald, Leitung Private Sales von der Haspa, begrüßte zur Filmpremiere neben den Darstellern und Filmteam auch Freunde und Besucher aus dem Stadtteilleben und Verwaltung. „So etwas haben wir noch nie gehabt, dass sich eine Filiale in einen Kinosaal verwandelt“, freute er sich. Und ging auf die Problematik ein: Früher war es nicht immer selbstverständlich, dass Menschen mit Behinderung ein eigenes Konto haben und dieses auch verwalten. Heute ist das anders. Das zeigt auch der Film. Denn hier besucht der Barmbeker Udo Eichstedt seine Haspa-Filiale und hebt Geld ab. Und so wie der Film es zeigt, so sei es auch, bestätigt der Haspa-Filialleiter Cord Hamester. „Ich bin sehr beeindruckt und finde den Film einfach toll“, sagt er weiter.
Dem stimmte auch Bezirksamtsleiter Harald Rösler zu. Der Verwaltungschef des Amtes Hamburg Nord freute sich, bei der Filmpremiere dabei zu sein und zeigte sich tief beeindruckt von der Tiefe des Films. (nk)

i Der Film „Selbst ist der Mensch“ wird am Mittwoch, 11. April, um 18 Uhr im „Cafe Jetzt“, Gründgensstraße 22, in Steilshoop gezeigt. Am Donnerstag, 26. April, um 19 Uhr im City Center Bergedorf, Weidenbaumsweg 21, und am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, 5. Mai, um 15 Uhr im Kino Abaton.
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