DSC Hanseat - Die Unterzahl-Meister

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Schwerstarbeit in der 2. Halbzeit: Die DSC-Innenverteidiger Ahmad und Koch
 
Mahmoud Maddai (Nr. 9): Erst Torschütze, dann Abwehrstratege
Hamburg: Sportplatz Vogesenstrasse |

Eigentlich ist es für ein Fussball-Team eine deutliche Schwächung, wenn es mit weniger Spielern auf dem Platz steht als der Gegner. Diese Regel scheint aber für den DSC Hanseat nicht zu gelten. In 3 von bisher 6 Saisonspielen standen die Dulsberger am Ende der Spielzeit in Unterzahl auf dem Platz, nie verliessen sie als Verlierer den Platz. In Oststeinbek holte der DSC mit 10 Mann einen 0:2-Pausenrückstand auf, in der vergangenen Woche mit 9 Mann in den letzten 10 Minuten ein 3:5 und am Samstag brachten 10, am Ende 9 Spieler einen 2:1-Vorsprung gegen Sporting Clube über die Zeit.

Schon 3 Auswechslungen bis zur Pause

Gegen den Tabellen-Vorletzten und Bezirksliga-Absteiger Sporting Clube fand der DSC Hanseat zunächst gut ins Spiel. Schon nach wenigen Minuten brachte Mahmoud Madadi sein Team mit 1:0 in Führung, die Dulsberger dominierten das Spiel eindeutig. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 nach einem katastrophalen Abwehrfehler zunächst nichts. Dann aber sah sich Trainer Ghazi Mustapha gezwungen, schon sehr früh aus disziplinarischen Gründen mehrere Auswechslungen vorzunehmen. Dadurch entstand ein Bruch im Spielfluss des DSC, auch wenn Bilal Madadi nach sehenswertem Solo von Hans-Georg Koch seine Farben wieder mit 2:1 in Führung schiessen konnte. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

Mit 10 Mann in die 2. Halbzeit

Zur 2. Halbzeit blieb dann Aussenverteidiger Andi Gabric wegen einer Leistenverletzung in der Kabine. Bedingt durch die frühen disziplinarischen Auswechslungen war das Wechselkontingent des DSC aber schon erschöpft, sodass man die 2. Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste. Dennoch hatte die Hanseaten mehrfach die Gelegenheit, das vorentscheidende 3:1 zu erzielen. Insbesondere Ricardo Polaske scheiterte mehrfach in aussichtsreicher Position. Nach 65 Minuten war dann nach einer gelb-roten Karte gegen Sporting Clube auch die personelle Unterzahl zunächst wieder ausgeglichen. Allerdings nur bis zur 80. Minute: Dann schickte Schiedsrichter Thorsten Kunkel den Dulsberger Baris Kilinc wegen fehlender Schienbeinschützer und zu frühen Wiederbetretens des Spielfelds mit Gelb-Rot vom Platz - eine zwar regelkonforme, aber letztich überzogene Entscheidung.

Abseits-Tor in der Schussminute

Die erneute Überzahl setzte bei Sporting Clube noch mal letzte Kräfte frei. Und mittlerweile machte sich bei den Hanseaten auch die ständige Unterzahl kräftemässig bemerkbar. Konnte Torwart Cünet Ceytin zunächst noch einen Fernschuss so gerade noch um den Pfosten lenken, so war er in der Schlussminute machtlos: Aber das Schiedsrichter-Gespann erkannte diesen Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht an. Ein Last-Minute-Ausgleich für Sporting Clube wäre allerdings angesichts des klaren Chancen-Plus für den DSC Hanseat auch nicht verdient gewesen.

Nächster Gegner: SC Europa II

Nächster Gegner des DSC Hanseat ist am kommenden Freitag der Aufsteiger SC Europa II (19.30 Uhr, Sportplatz Rahewinkel)



Die Mannschaftsaufstellung des DSC Hanseat
Ceytin - Gabric, Ahmad, Mustapha (Koch), Armut - Ok, Kilinc - M. Madadi, Dogan (Y. Madadi), R. Polaske - Jankovic (B. Madadi)
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